Kritische Patientengruppen

Vorsicht bei Arzneimitteln im Alter Alexandra Negt, 20.09.2019 12:05 Uhr

Berlin - Menschen ab 60 Jahren nehmen durchschnittlich drei Medikamente ein. Doch mit fortschreitendem Alter verändert sich auch der Stoffwechsel des Körpers. Gewisse Arzneistoffe haben in der Selbstmedikation eine obere Altersgrenze, ab der die Abgabe verweigert werden muss. Einige Nebenwirkungen treten bei älteren Patienten häufiger auf, worauf im Beratungsgespräch hingewiesen werden muss.

Im Rahmen des Alterungsprozesses ändert sich die Zusammensetzung des Körpers im Hinblick auf den Wasser- und Fettanteil. Die Empfindlichkeit gegenüber einzelnen Medikamenten kann aufgrund verminderter Kompensationsmechanismen steigen, wodurch der Körper Blutdruckschwankungen nicht mehr so gut ausgleichen kann. Auch Nervenzellen werden im Alter empfindlicher, wodurch der Körper von Menschen ab 60 Jahren deutlich häufiger von Nebenwirkungen bei der Einnahme zentral wirksamer Medikamente betroffen ist.

Die Leistung der Organe verringert sich im Laufe des Lebens: Die Leistungsfähigkeit der Nieren nimmt bereits ab dem 40. Lebensjahr ab. Deutlich schneller und stärker verringert sich die Funktion des Organs bei Menschen mit Diabetes oder Hypertonie. Bei Medikamenten mit renaler Ausscheidung sollte deshalb die Dosis regelmäßig durch den behandelnden Arzt kontrolliert und angepasst werden.

Auch die Leber verliert im Laufe der Jahre an Leistung: Die Funktionsabnahme ist zwar weitaus geringer als die der Niere, jedoch gibt es einige Medikamente, deren Abbau von sehr speziellen Leberfunktionen abhängig ist. Die Folge ist eine verstärkte Wirkung der eingenommenen Medikamente im Alter.

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