Krankenhausrezepte: Was und wieviel?

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Berlin - Um eine Anschlussmedikation sicherzustellen, dürfen Klinikärzte im Rahmen des Entlassmanagements Rezepte zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen ausstellen. Es dürfen nur Arzneimittelpackungen des kleinsten definierten Normbereichs zulasten der GKV abgegeben werden. Für Hilfsmittel gelten andere Regelungen.

Es dürfen nur N1 Packungen abgegeben werden. Eine Abgabe von kleineren Einheiten ist ebenfalls möglich. Ist eine N1-Packung verordnet und auch verfügbar, so kann das Rezept beliefert werden.

Ist der kleinste definierte Normbereich eine N2 Packung, so darf auch diese zu Lasten der GKV abgegeben werden. Handelt es sich nicht um die kleinste Einheit, so kann retaxiert werden – Apotheker und PTA müssen gegen eine N1-Packung austauschen. Ist die N2-Packung nicht im Handel, so kommt es auf die Krankenkasse an. Bei den Ersatzkassen ist die kleinste im Handel befindliche Packung zu Lasten der Kasse mit Aufdruck einer Sonder-PZN (06460731) möglich. Zusätzlich ist ein Vermerk auf dem Rezept zu dokumentieren, dieser ist abzuzeichnen. Bei den Primärkassen muss der regionale Liefervertrag auf entsprechende Regelungen überprüft werden. Mitunter ist eine Abgabe zu Lasten der GKV nicht möglich – es muss Rücksprache mit dem Krankenhaus gehalten werden.

Ist die Normgröße 2 ebenfalls nicht definiert, gilt N3 als obere Grenze. Die abgegebene Menge darf die Packung mit dem kleinsten definierten Packungskennzeichen nicht überschreiten. Auch hier muss die Sonder-PZN bei Ersatzkassen aufgedruckt werden.

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