Bevorratung

Für den Notdienst gerüstet APOTHEKE ADHOC, 03.08.2017 12:26 Uhr

Berlin - Wenn nachts die Notdienstglocke ertönt, ist eine unkomplizierte und unverzügliche Versorgung der Patienten gefragt. Apotheken müssen sich entsprechend bevorraten. Es kann nicht jedes Medikament von jedem Hersteller vorrätig sein, aber die wichtigsten Wirkstoffe sollten an Lager sein. Da der Bedarf am Wochenende von dem täglichen Geschäft abweichen kann, empfiehlt sich ein Check-up vor dem Dienst. Was sollte da sein und wie wird beliefert?

Zusätzlich zum Notfallsortiment, das in der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geregelt ist, sollten Apotheker Präparate der großen Indikationsgruppen vorrätig halten. So können Patienten im Notfall mit Verschreibungen vom kassenärztlichen Notdienst oder aus dem Krankenhaus unverzüglich versorgt werden. Laut ApBetrO müssen verschiedene Analgetika vorrätig sein – sowohl Opioide als auch Nicht-Opioide. Dazu gehören unter anderem Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac, Metamizol, Tramadol, Triptane und Tilidin/Naloxon in unterschiedlichen Dosierungen und Darreichungsformen. Opioide müssen sowohl zur Injektion als auch als orale Darreichungsformen mit unmittelbarer und verzögerter Wirkstofffreisetzung vorrätig sein. Das Notfallsortiment muss zudem Glucocorticoide zur Injektion und zur Inhalation zur Behandlung von Rauchgas-Intoxikationen enthalten. Außerdem Antihistaminika zur Injektion, Entschäumer wie Simeticon, medizinische Kohle, Tetanus-Impfstoff (Tetanol), Tetanus Hyperimmun-Globulin 250 I.E. (Tetagam), Epinephrin zur Injektion (Suprarenin), Ampullen mit physiologische Kochsalzlösung und diverse Verbandsstoffe, Kanülen, Einmalspritzen, Katheter, Übergangsgeräte für Infusionen (Vasofix, Intrafix) und Geräte zur Blutzuckerbestimmung. Apotheken sollten sich für den Notdienst mindestens mit folgenden Arzneimitteln bevorraten: Antibiotika
Amoxicillin und die Kombination mit Clavulansäure als Tabletten und Saft, ebenso Azithromycin, Cefaclor, Cefixim, Cefuroxim, Clarithromycin, Erythromycin und Phenoxymethylpenicillin. Doxycyclin, Metronidazol, Nitrofurantoin, Cortrimoxazol und Norfloxacin sollten in unterschiedlichen Stärke als Tabletten an Lager sein – Fosfomycin als Granulat. Aber auch antibiotische Augentropfen und -salben, Ohrentropfen sowie zur topischen Anwendung sollten vorrätig sein.

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