Apo-Tipp

Fresh-Up: Grünes Rezept Eva Bahn, 08.08.2019 14:54 Uhr

Berlin - Das grüne Rezept kommt in der Apotheke häufig vor. Einige Kunden sind bei der Abrechnung allerdings verwirrt und verstehen nicht, warum sie die Medikamente voll bezahlen sollen, obwohl der Arzt sie ihnen verordnet hat. Auch was sie im Anschluss mit dem Dokument anfangen sollen, ist vielen Patienten unbekannt. Hier kommen fünf Tipps, wie man den Kunden erklärt, was es damit auf sich hat.

Tipp eins: Was ist das grüne Rezept überhaupt?
Das grüne Rezept ist eine Empfehlung des verordnenden Arztes, ein Medikament einzunehmen. Wenn er ein nicht verschreibungspflichtiges – also nur apothekenpflichtiges – Arzneimittel für geeignet hält, die Therapie wirksam unterstützen zu können, dann schreibt er es auf ein grünes Rezept. Seit etwa 15 Jahren dürfen diese nämlich nur noch in Ausnahmefällen auf einem rosafarbenen Muster-16-Rezept verordnet werden, selbst wenn sie bei bestimmten Symptomen einer Erkrankung die Genesung wirksam unterstützen können.

Tipp zwei: Muss der Kunde dann alles komplett bezahlen oder übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Links unten steht auf den grünen Rezepten der Satz: „Dieses Rezept können Sie bei vielen gesetzlichen Krankenkassen zur Voll- oder Teilerstattung als Satzungsleistung einreichen.“ Es gibt tatsächlich viele Kassen, die pflanzliche, homöopathische, anthroposophische oder apothekenpflichtige Medikamente erstatten. Je nach Kasse gibt es verschiedene Konditionen, die zum Beispiel Höchstbeträge festlegen, bis zu denen jährlich erstattet wird. Dafür muss das bedruckte grüne Rezept vorgelegt werden. Es lohnt sich, hier einmal in den Leistungskatalog der eigenen Krankenkasse zu sehen.

Manche Kassen geben sogar für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren gar keine Budgetgrenze an. Dies ist oft an die Teilnahme an verschiedenen angebotenen Gesundheitsprogrammen gebunden. Andere übernehmen Homöopathika nur, wenn der verordnende Arzt die Zusatzqualifikation Homöopathie aufweisen kann. Es gibt auch Unterschiede bei der Zuzahlung, da sie je nach Krankenkasse entweder komplett entfällt oder prozentual errechnet wird. Ausnahmen werden häufig auch für Schwangere und Mütter bis zum ersten Lebensjahr des Kindes gemacht, die verschiedene Mineralstoff- oder Vitaminpräparate erstattet bekommen.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Pharmakonzerne

Förderprogramm: Almirall päppelt Derma-Startups»

Sanofi will OTC-Sparte verkaufen

Thomapyrin, Mucosolvan & Co.: Zukunft ungewiss»

Kein Kleckern

Desinfektion: Alkohol als Schaum»
Politik

BPhD-Bundesverbandstagung

Pharmaziestudenten: Kein Rx-Versand ohne Tele-Apotheker»

Parteitag in Leipzig

CDU diskutiert übers Personal und eRezept»

Zuweisung durch Dritte

Die Lücke in Spahns Rezeptmakelverbot»
Internationales

Wahlkampf in Großbritannien

Corbyn: „Johnson verkauft den NHS an Big Pharma“»

Großbritannien

Ärztemangel: NHS sieht Patienten in Gefahr»

Liberales Dispensierrecht gefordert

Ärzte: „Apotheken-Krise auf dem Land“»
Pharmazie

Gentherapie

Genschere Crispr/Cas9 erfolgreich angewendet»

Ketoazidose

Gliflozine: Risiko bei Operationen»

Multiple Sklerose

Siponimod: Novartis erhält Zulassungsempfehlung»
Panorama

Baustelle noch bis 2023

U-Bahn dicht, Kunden weg»

50 und 100 Jahre in Familienbesitz

Sanacorp-Aufsichtsratschef feiert Doppeljubiläum»

Kassenstudie

Fast zwei Prozent der Schüler mit Diagnose Depression»
Apothekenpraxis

Kapselzubereitung im Privatkeller

Eilantrag abgelehnt: „Hygienisch untragbare Zustände“»

OTC-Verkauf über Plattform

OLG: Amazon wertet Gesundheitsdaten aus»

Lieferengpass

Gardasil: Außendienst empfiehlt Versandapotheken»
PTA Live

Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin D: Aus dem Mangel in die Überdosierung»

Veterinärmedizin

Tierische Hausapotheke: Alles für Hund & Katz»

Bewährungsstrafe für PTA

Jahrelang aus der Kasse bedient: PTA verurteilt»
Erkältungs-Tipps

Hände-Desinfektion

Keine Viren aber trockene Haut?»

Übertragungswege

Verbreitung von Krankheitserregern»

Husten bei Kindern

Pseudokrupp: Lebensbedrohliche Atemnot»
Magen-Darm & Co.

Pro-, Prä-und Synbiotika

Nahrung für die Darmflora»

Darmerkrankungen

Divertikel: Darmausstülpungen mit Risiken»

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Zöliakie: Gluten vs. Darm»
Kinderwunsch & Stillzeit

Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt»

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»