Sechs Retax-Fallen bei der HiMi-Verordnung

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Berlin - Wird in der Apotheke eine Hilfsmittelverordnung beliefert, sind Sorgfalt und Konzentration gefragt. Das pharmazeutische Personal muss Vieles beachten – ist man dem Versorgungvertrag beigetreten? Ist eine Abrechnung zu Lasten der Kasse überhaupt möglich? Muss eine Genehmigung eingeholt werden? Neben den zu erfüllenden Abrechnungskriterien, stellen auch Formfehler eine Hürde dar und bieten Retaxpotential. An alles gedacht?

Im Juni vergangenen Jahres wurde §3 des Rahmenvertrages neugefasst und den Apothekern der Rücken gestärkt um unnötige Retaxationen zu vermeiden. Formale Fehler, die weder die Arzneimittelsicherheit noch die Wirtschaftlichkeit der Versorgung beeinträchtigen, dürfen nicht mehr von den Kassen bemängelt werden. Dennoch bietet das Hilfsmittelrezept zahlreiche Stolpersteine, die den Kassen eine Retaxation möglich machen.

Falle 1: Mischverordnungen
Für das Verordnungsfeld der Muster-16-Rezepte sind maximal drei Präparate zugelassen. Arzneimittel, Hilfsmittel oder Verbandsstoffe können verschrieben werden. Mischverordnungen sind nicht zulässig, das bedeutet, ein Hilfsmittel darf nicht zusammen mit einem Arzneimittel verordnet werden. Für die Praxis heißt das: Diabetikern müssen Nadeln oder Lanzetten und Teststreifen gesondert verschrieben werden.

Falle 2: Ziffer „7“
In den Feldern, die Ergänzungen zur Verordnung anzeigen, die sich links neben der Apotheken-IK befinden, muss im Feld Hilfsmittel die Ziffer „7“ angegeben sein. Fehlt der Zusatz, kann retaxiert werden.

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