Biologika – das ist austauschbar

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Berlin - Biologika sind biotechnologisch oder mithilfe von gentechnisch veränderten Organismen hergestellte Produkte. Zu dieser Gruppe zählen sowohl Arzneimittel als auch Impfstoffe. Es gibt drei Klassen von Biologika: Neben den Original-Biologika, auch Innovator-Produkte genannt, gibt es die Klasse der Biosimilars und der Bioidenticals. Nicht alle Präparate können ohne weiteres ausgetauscht werden. In der Apotheke sind einige Regeln zu beachten.

Viele neue entwickelte Arzneistoffe zählen zu den Biologika. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie biotechnologisch oder mithilfe von gentechnisch veränderten Organismen hergestellt wurden. Die biotechnologisch hergestellten Eiweißsubstanzen sollen sich direkt gegen den Stoffwechsel richten. So hemmen oder bekämpfen sie beispielsweise bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers oder einzelne Immunzellen.

Zu den bekanntesten Gruppen der Biologika zählen die monoklonalen Antikörper, Interleukine, Tumornekrosefaktoren und Hormone. Ein häufiges Anwendungsgebiet von Biologika ist Rheuma. Wirkstoffe wie Adalimumab, Infliximab, Rituximab und Ustekinumab verbessern den Krankheitsverlauf indem sie Einfluss auf Tumornekrose-Faktor-Alpha, Interleukine oder spezielle Immunzellen nehmen und diese hemmen.

Kein Austausch gegen Biosimilar

Seit einigen Jahren sind die ersten Biosimilar verfügbar. Hierbei handelt es sich um ähnliche Nachahmerprodukte. Sie sind nicht identisch zu den Original-Biologika. Bei der Indikation Rheuma sind die ersten Biosimilars seit 2015 auf dem deutschen Markt erhältlich. Die ersten zwei Wirkstoffe, die als ähnliches Nachahmerprodukt erhältlich waren, waren Infliximab Etanercept. Alle Biosimilars werden immer bezugnehmend auf ein Referenzarzneimittel zugelassen. Aufgrund dessen, dass sich der Herstellprozess zum Original-Biologikum unterscheidet sind die Wirkstoffe nicht als identisch einzustufen. Sie ähneln sich lediglich. Aus diesem Grund sind Biosimilars in der Apotheke nicht austauschbar.

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