BG: Darauf ist zu achten

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Berlin - Sie sehen aus wie normale Muster-16-Formulare und dennoch gelten für sie gesonderte Vorgaben. Die Berufsgenossenschaft (BG) übernimmt bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten die Kosten für benötigte Arzneimittel. Aber die BG zahlt mehr – vorausgesetzt, alle Formalien sind erfüllt.

Kommt es im Betrieb oder auf dem Arbeitsweg zu einem Unfall, ist nicht die Krankenkasse des Betroffenen in der Pflicht, sondern die gesetzliche Unfallkasse. Für die einzelnen Berufe springen die dazugehörigen BG ein. Im Falle von PTA und Apothekern ist es beispielsweise die BG für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW).

BG, Unfalltag und -ort: Wird ein BG-Rezept in der Apotheke eingereicht, müssen einige im Vergleich zur herkömmlichen Verordnung gesonderte Angaben gemacht werden. Der Arzt muss bei einem Arbeitsunfall das entsprechende Statusfeld auf der Verordnung ausfüllen und zusätzlich das Feld „Arbeitsunfall“ ankreuzen. Im Statusfeld muss neben dem Unfalltag auch der Unfallort angegeben werden. Hat der Durchgangsarzt die erforderlichen Angaben vergessen, darf die Apotheke diese heilen und mit Datum und Unterschrift quittieren.

Handelt es sich jedoch um eine Berufskrankheit, muss das Feld „Arbeitsunfall“ nicht gekreuzt sein. Der Arzt muss jedoch anstelle des Unfalltages das Datum angeben, an dem die BG die Krankheit festgestellt hat. Krankheiten, die durch die Arbeit verursacht sind, sollten durch den Zusatz „BK“ auf der Verordnung deutlich gemacht werden.

Als Kostenträger muss die zuständige BG eingetragen werden, eine IK-Nummer ist nicht vorhanden. Hat der Arzt jedoch eine IK-Nummer einer Krankenkasse angegeben, sollte diese von der Apotheke auf dem Rezept gestrichen werden. Außerdem müssen Name, Geburtsdatum und Adresse des Unfallversicherungsträgers sowie das Ausstellungsdatum angegeben sein. Die Rezepte entsprechen in ihrer Gültigkeit den Muster-16-Formularen.

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