Apothekenzahl

Schmidt: Abwärtstrend beschleunigt sich APOTHEKE ADHOC/ dpa, 09.01.2018 09:51 Uhr

Berlin - Die Zahl der Apotheken in Deutschland nimmt weiter ab. Noch ist aber eine gute, flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln nicht gefährdet, geht aus einer Statistik der ABDA hervor. Danach ist die Zahl der Apotheken seit Anfang 2009 von einem Höchststand von 21.602 auf 20.023 Ende 2016 zurückgegangen, den niedrigsten Stand seit den frühen 1990er Jahren, meldet die Deutsche Presseagentur die Zahl von Anfang 2017.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt sagte dazu: „Wir stellen fest, dass der Abwärtstrend sich beschleunigt.“ Gleichwohl habe Deutschland nach wie vor eine gute, flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln. „Sorge macht mir vor allem, dass immer weniger Apotheker das Wagnis eingehen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.“

Nach Schmidts Angaben ist die Zahl der Apothekeninhaber in den ersten neun Monaten 2017 um fast 300 auf nur noch 15.300 gesunken. „Das hängt vor allem mit der fehlenden Planungssicherheit und den skeptischen Zukunftserwartungen im Berufsstand zusammen.“

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) habe mit seinem Urteil vom Oktober 2016 eine Wettbewerbsschieflage zugunsten ausländischer Arzneimittelversender verursacht, kritisierte Schmidt. „Sie müssen sich im Gegensatz zu den Präsenzapotheken nicht mehr an einheitliche Abgabepreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel halten.

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