Kannibalismus unter Apotheken

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Berlin - Die Schere zwischen großen und kleinen Apotheken geht weiter auseinander. Das zeigen die aktuellen Zahlen der ABDA zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Durchschnittsumsätze steigen, weil sich das Gesamtvolumen auf immer weniger Apotheken verteilt. Doch mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im GKV-System werden die Apotheken abgehängt.

Der Nettoumsatz einer durchschnittlichen Apotheke betrug im vergangenen Jahr 2,22 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 2,11 Millionen Euro. Allerdings zeigt ein Vergleich zur „typischen Apotheke“ aus der häufigsten Umsatzklasse, dass 61 Prozent der Apotheken in Wahrheit unter dem rechnerischen Mittelwert liegen.

Der Vergleich mit der Umsatzverteilung von vor drei Jahren zeigt deutlich, dass der Anteil der besonders großen Apotheken überproportional zugenommen hat. Während die „typische Apotheke“ seit 2002 ihren Umsatz um 52,1 Prozent steigern konnte, wuchs die „Durchschnittsapotheke“ um 64,3 Prozent. Damit war sie nach Umsatz fast anderthalb mal so groß: Noch 2002 lagen die Erlöse der Durchschnittsapotheke 37 Prozent über der typischen, 2016 waren es 48 Prozent.

Das Betriebsergebnis einer durchschnittlichen Apotheke lag 2016 nach ABDA-Zahlen bei 142.622 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (136.345 Euro). Allerdings ist das steuerliche Betriebsergebnis weiter im Sinkflug und betrug im vergangenen Jahr nur noch 6,4 Prozent. Seit 2013 ist dieser Wert jährlich um 0,1 Prozentpunkte gefallen. Der Wareneinsatz lag 2016 bei 75,8 Prozent (2015: 75,5 Prozent).

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