#FragSpahn (Teil 3)

Spahn: „In Köpenick gibt es faktisch keine Apotheke mehr“ APOTHEKE ADHOC, 06.02.2019 12:53 Uhr

Frag Spahn Folge 15: Apotheke der Zukunft mit Dr. Philipp Kircher

Berlin - Wie sieht die Apotheke der Zukunft aus? Im dritten Teil seines Interviews mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt Apotheker Dr. Philipp Kircher konkrete Zukunftskonzepte für die Anwendung in der Apotheke. Der Minister zeigt sich froh über so viel eigenes Engagement. Es brauche mehr Apotheker, die aktiv gestalten, statt die Digitalisierung nur zu erleiden.

Ziel bleibe die flächendeckende Versorgung, „um das nochmal ausdrücklich zu sagen“, so Spahn. Das sei „nicht mehr nur ein Stadt-Land-Thema“, sondern gelte auch innerhalb der Städte. „Es gibt hier Stadtteile in Berlin, Bezirke, Kieze, da gibt es auch keine Apotheke“, behauptet der Minister. „In Köpenick war ich mal vor einiger Zeit, da gibt es faktisch keine Apotheke mehr.“ Der Apothekenfinder widerspricht ihm da, de facto sind es mindestens elf Stück. Richtig ist allerdings: Bei 65.000 Einwohnern ist der Ortsteil im Südosten der Hauptstadt unterdurchschnittlich versorgt, zumindest gemessen am gesamtdeutschen Durchschnitt.

Flächendeckend müsse die Versorgung also sein, „aber eben auch mit einem digitalen Angebot, das mithält mit der Entwicklung, die wir überall in allen Lebensbereichen haben“. Dazu gehöre beispielsweise das Angebot einer Onlinesprechstunde, das ist ja auch schon eine Idee der ABDA immer mal wieder gewesen, pharmazeutische Online-Angebote zu machen“, so Spahn. Aber auch am E-Rezept führt kein Weg vorbei, jedenfalls solle man „nichts mehr auf Papier haben“.

Ein Anliegen sei es ihm, Botendienste „für die, die sie anbieten wollen“, mehr zur Regel zu machen. Zusammen mit der Apothekerschaft wolle er dazu Konzepte entwickeln, beteuert er und spielt den Ball zurück ins Feld der Apotheker – vertreten durch Kircher. „Aber entscheidend ist nicht nur, welche Ideen ich habe von der Apotheke in zehn Jahren, sondern Sie werden ja in zehn Jahren hoffentlich auch noch in Ihrer Apotheke vor Ort sein“, sagt er seinem Gegenüber. Die Frage sei, welche Ideen diejenigen Apotheker für die Zukunft haben, die noch jünger sind.

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