Stammkunden: Fluch und Segen

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Berlin -

Stammkunden bilden oft einen Großteil der Apotheken-Kunden und sind ein wichtiger Teil des täglichen Geschäfts und der feste Kern der Kundschaft. Wenn sie zufrieden sind, empfehlen sie die Apotheke gerne weiter und helfen neue Kunden zu gewinnen. Aber manchmal seien sie auch eine besondere Herausforderung. Eine PTA berichtet.

Stammkunden kommen regelmäßig in die Apotheke, einige monatlich, andere wöchentlich, holen sich ihre Medikamente, lassen sich beraten und nebenbei erzählen sie noch einige persönliche Dinge. In der Apotheke wird oft über empfindliche Themen wie Erkrankungen oder familiäre Angelegenheiten gesprochen. Mit der Zeit entwickelt sich daher oft ein besonderes Vertrauensverhältnis. Was macht ihre Tochter? Wie geht es ihrem Mann? Hat Ihnen das Medikament gut geholfen? Man lernt die Wünsche und Eigenheiten des Kunden kennen und weiß nach einiger Zeit, sich danach zu richten und sich darauf einzustellen.

Herr B. bekommt fehlende Medikamente zum Beispiel immer geschickt und Frau L. möchte immer den gleichen Hersteller. Man kann besser einschätzen, wie die Kunden auf bestimmte Situationen reagieren zum Beispiel wenn ein Medikament nicht lieferbar ist, oder das bestellte Medikament später kommt.

Aber nicht nur die Kunden, die wir mit Namen und privaten Details kennen, gehören zu den Stammkunden. Auch die unbekannte junge Frau, die regelmäßig Abführmittel kauft, das selbstverständlich „nicht für sie selbst“ ist, oder der ältere Herr, der für seinen Nachbarn jeden Monat das Produkt zur Stärkung der Harnblase holt – sie alle sind Teil unserer Stammkundschaft. Bei einigen „Wiederholungstätern“ weiß man beim Betreten der Apotheke schon was gewünscht wird.

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