Die Brunnen-Apotheke in Bad Pyrmont nimmt gerne Praktikant:innen auf. Bereits zum dritten Mal gab es im Nachhinein eine positive Rückmeldung: „Unsere letzte Schülerpraktikantin wird im September ihre PTA-Ausbildung beginnen“, freut sich Filialleiterin Jasmin Friese. Eine weitere Praktikantin kehre demnächst als PTA-Auszubildende für ihre Famulatur zurück. „Wir hoffen, dass sie danach direkt bei uns bleiben möchte, wir würden sie gerne übernehmen.“
Die Schülerin einer 10. Klasse habe im vergangenen Jahr ein dreiwöchiges Pflichtpraktikum in der Apotheke absolviert und sich kürzlich beim Team zurückgemeldet. „Ihr habe das Praktikum bei uns so sehr gefallen, dass sie im September eine PTA-Ausbildung in Bückeburg starten wird“, freut sich Friese.
Die Schülerin ist laut der Filialleiterin nicht die erste Praktikantin mit einer derart positiven Rückmeldung. „Sie ist jetzt die Dritte, die nachweislich aufgrund ihres Praktikums bei uns eine Ausbildung macht.“
Die erste Praktikantin beginne demnächst ihr PTA-Halbjahrespraktikum in der Brunnen-Apotheke. „Wir hoffen, dass sie danach direkt bei uns bleiben möchte, wir würden sie gerne übernehmen“, betont Friese. „Wir hatten außerdem eine Jahrespraktikantin von einer berufsbildenden Schule in Hameln. Sie fängt jetzt auch ihre Ausbildung an, aber in Paderborn.“
Friese nehme gerne Praktikant:innen an, wenn es die Besetzung zulasse. Das sei eine Grundvoraussetzung. „Es ist nicht immer einfach und es klappt nur, wenn genügend Personal da ist. Wir möchten uns gut um die Praktikanten kümmern und sie nicht einfach nur mitlaufen oder herumsitzen lassen.“
Das Praktikum laufe ganz klassisch ab: „Wir fangen im PKA-Bereich mit dem Verbuchen der Ware an. Dann gehen wir natürlich ins Labor für Prüfungen und die Herstellung. Später dürfen die Praktikant:innen unter Aufsicht bei der Rezeptbearbeitung mithelfen.“ Auf diese Weise würden Praktikant:innen direkt in den Betriebsablauf mit eingebunden und lernen die unterschiedlichen Berufsfelder kennen.
Allen ehemaligen Praktikant:innen sichere das Team seine Hilfe zu. „Falls sie Fragen haben oder mit einem Thema nicht zurecht kommen, helfen wir immer gerne weiter.“ Personal sei immer schwerer zu finden, weiß Friese. „Es ist schon toll, wenn jemand einen Apothekenberuf ergreifen möchte, gerade in der heutigen Lage. Das möchten wir nach Möglichkeit fördern.“ Dazu gehören laut der Filialleiterin auch PTA-Patenschaften, die der LAV Niedersachsen seit Mitte 2025 fördert.
Für Apothekenteams seien Praktikant:innen eine gute Chance, neues Personal zu finden. „Man findet immer schwerer gute Leute. Wir merken das selbst auch.“ Ein Praktikum biete die besondere Chance, potenzielle neue Teammitglieder über einen längeren Zeitraum kennenzulernen und festzustellen, ob jemand ins Team passt. „Man kauft nicht die Katze im Sack.“
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