Fußpflege

Fünf Tipps bei eingewachsenen Fußnägeln

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Berlin -

Viele Menschen leiden regelmäßig unter eingewachsenen Fußnägeln. Meist ist der große Zeh betroffen, aber auch die anderen Zehen oder Fingernägel können Probleme machen. Der Nagel schiebt sich nach und nach ins Nagelbett und führt dort zu Schmerzen. Schnell entstehen durch den Druck auch Entzündungen, die mit Schwellung und Rötung einhergehen. Im schlimmsten Fall werden sie sogar von Eiterbildung begleitet. Die Ursachen für eingewachsene Nägel sind vielfältig. Ein wichtiger Aspekt ist die genetische Veranlagung. Forscher fanden heraus, dass die Beschwerden familiär gehäuft auftreten. Auch falsche Nagelpflege, zu enges Schuhwerk oder starkes Schwitzen begünstigen das Einwachsen, da das Gewebe durch den Schweiß aufweicht. 

Tipp eins: Zu enges Schuhwerk und hohe Absätze vermeiden. Sind die Schuhe zu klein, zu eng oder zu schmal, entsteht Druck auf die Zehen. Vor allem Schuhe, die ein feuchtwarmes Klima schaffen, führen dazu, dass der Nagel sich in den Nagelwall schiebt. Durch die vermehrte Bakterienbildung können Entzündungen entstehen. Aber auch Schuhe mit hohen Absätzen führen oft dazu, dass Betroffene unter ihren eingewachsenen Nägeln leiden.

Tipp zwei: Die richtige Fuß- und Nagelpflege. Vor allem wenn man häufiger Probleme mit eingewachsenen Nägeln hat, sollte man besonderen Wert auf die richtige Pflege der Nägel legen. Regelmäßiges kürzen der Nägel, sowie Fußbäder und das anschließende eincremen der Füße gehören zur Grundpflege.

Extrem wichtig ist die Form der Nägel. Fußnägel sollten, im Vergleich zu Fingernägeln, immer gerade geschnitten werden und nicht rund. Sonst schiebt sich der Nagel beim Nachwachsen immer wieder in die Nagelhaut.

Tipp drei: Behandlung mit Cremes und Bädern. Ein warmes Fußbad, zum Beispiel mit entzündungshemmenden Wirkstoffen, ist die Basis für die weitere Pflege und Behandlung von eingewachsenen Fußnägeln. Beim Baden werden Schmutz und Schweißreste entfernt, die den Nährboden für Bakterien bilden. Bäder mit Kamille (zum Beispiel Kamillosan Konzentrat oder Kamillin) oder Teebaumöl können entzündungshemmend wirken.

Auch Kernseife ist ein altes Hausmittel, das sich bewährt hat. Anschließend sollte die betroffene Stelle mit einer Wund- und Heilsalbe (zum Beispiel Hametum, Weleda Calendula oder Kamillosan Salbe) eingecremt und mit einem Pflaster abgedeckt werden. Beim Pflasterwechsel sollte die betroffene Stelle auf jeden Fall desinfiziert werden (zum Beispiel mit Octenisept Spray).

Tipp vier: Nagelkorrekturspange oder Tamponaden. Helfen herkömmliche Mittel und Methoden nicht mehr, sollte man einen Podologen oder den Arzt aufsuchen. Vor allem bei chronisch eingewachsenen Nägeln, hilft oft nur noch das Anbringen einer Nagelspange, die die Form des Nagels während des Wachstums korrigiert und so verhindert, dass der Nagel sich in das Nagelbett schiebt. Sie wird in der Regel 6-12 Monate getragen. Eine andere Methode sind kleine Tamponaden, die zwischen das Nagelbett und den Nagel geschoben werden, um den Druck zu lindern.

Tipp fünf: Letzte Möglichkeit Operation. Wenn gar nichts mehr hilft und der Nagel immer wieder einwächst, kommt man um eine OP nicht herum. Früher wurde meist der gesamte Nagel entfernt, heute jedoch weiß man, dass dies nicht nötig ist. Von einem Chirurgen wird der Nagel unter örtlicher Betäubung links und rechts jeweils keilförmig ausgeschnitten. So wird der Nagel schmaler und es entsteht Platz zwischen Nagel und Nagelbett.

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