FFP2-Pflicht für Kinder: Was sollen Apotheken empfehlen?

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Berlin - In Hannover gilt ab sofort eine verschärfte Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ab einer Inzidenz von 100 reicht der einfache OP-Schutz als Mund-Nasen-Bedeckung nicht mehr aus – auch nicht für Kinder. Das Problem: Spezielle Kinder-FFP2-Masken existieren nicht. Apotheken dürfen keine entsprechenden Modelle an Kinder abgeben.

„Ab Samstag, 24. April 2021, tritt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 eine Tragepflicht von FFP2-Masken (oder vergleichbar) in Bussen und Bahnen in Kraft. Eine OP-Maske ist dann nicht mehr ausreichend“, heißt es auf der Internetseite der Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra. „Von dieser Regelung ausgenommen sind Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres sowie Personen, deren Erkrankung das Tragen einer Maske nicht möglich macht“, heißt es weiter. Doch woher sollen Eltern passende Masken für ihre Kleinen nehmen? Apotheken ist der Verkauf von Kinder-FFP2-Masken untersagt.

Das neue Infektionsschutzgesetz führt zu einer bundesweiten Verschärfung der Maskenpflicht – OP-Masken haben in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgedient. Die Altersgrenze für den medizinischen Mundschutz ist hierbei je Stadt unterschiedlich. So müssen in Osnabrück, anders als in Hannover, erst ab 14 Jahren FFP2-Masken getragen werden. Auch in der Hauptstadt gilt die FFP2-Pflicht ab 14 Jahren.

Die Nachfrage nach kleinen Schutzmasken stieg zuletzt mit der Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen an. Apotheken waren damals die Hände gebunden – bislang sind keine Modelle speziell für Kinder auf dem Markt. Bereits im Februar verwies das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf das Problem mit der Passform: „Die in den Apotheken abgabefähigen Schutzmasken müssen gemäß der SchutzmV bestimmte Qualitätsanforderungen der Standards FFP2 (DIN EN 149:2001), KN95, N95 oder eines vergleichbaren Standards erfüllen. Hinsichtlich der Schutzmasken für Kinder ist es leider so, dass es bislang noch keine FFP2-Masken gibt, die ausdrücklich für Kinder entworfen sind und auch der einschlägigen Norm genügen.“ Damals ging es um die anspruchsberechtigten Kinder von Eltern, die ALG-II beziehen.

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