Der Streit um die Pause

, Uhr

Berlin - Arbeitszeiten und Pausen können in der Apotheke zum heiklen Thema werden. Wichtig ist eine Absprache unter den Kollegen. Doch das letzte Wort hat der Chef.

Der Beginn und das Ende der Pause ist im Bundesrahmentarifvertrag festgelegt. Die Zeiten werden vom Inhaber festgelegt, heißt es darin. Konkreter wird es in dem Dokument jedoch nicht. „Generell hat der Arbeitgeber ein Direktionsrecht. Das heißt, er darf bestimmen, wann Angestellte arbeiten oder ihre Pause machen“, sagte Adexa-Rechtsanwältin Christiane Eymers.

Sind im Vertrag keine genauen Zeiten festgelegt, gelten die allgemeinen Bedingungen. „Haben sich beide Seiten auf bestimmte Arbeitszeiten und mögliche Pausen verständigt, sind die Regelungen für beide Seiten auch bindend.“ Bei der Apothekengewerkschaft melden sich laut eigenen Angaben häufig Angestellte, um zu fragen, ob der Chef Arbeitszeiten willkürlich festlegen und Pausenzeiten nach Belieben ändern darf.

Dienstpläne sorgen laut Adexa immer wieder für Ärger, wenn Apothekenleiter ihre Angestellten zu ungünstigen Arbeitszeiten einteilen, beispielsweise nachmittags. Besonders ärgerlich sei das für Eltern mit kleinen Kindern, die nur zu bestimmten Zeiten Betreuungsmöglichkeiten hätten.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Apotheken sollen 10.000 Euro im Jahr investieren
„Apotheker unterschätzen ihre Macht“»
Bakterien und Antibiotika
Bayern: Stabile Resistenzlage»
Entourage-Effekt des Hopfens
CBD ohne Hanf»
Apotheken brauchen Support vom Softwarehaus
DAV-Portal: Anbindung beginnt»