Die Ausgaben der GKV steigen rasant. Die Bundesregierung müsse von neuen Ausgaben, wie der versprochenen Erhöhung des Apothekenfixums, absehen, fordert die Techniker Krankenkasse (TK). Stattdessen brauche es weitere Sparmaßnahmen – und zwar in allen Leistungsbereichen.
Für das kommende Jahr drohe ein Defizit von mindestens 12 Milliarden Euro, warnt die TK. Bereits in den vergangenen Jahren hätten die Ausgabesteigerungen zu deutlichen Mehrbelastungen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber geführt.
Die Belastungen müssten breiter verteilt werden, erklärt die Kasse. „Die Stabilisierung der GKV-Finanzen ist eine gemeinsame Aufgabe des Gesundheitssystems.“ Von den Leistungserbringern bis zu den Kostenträgern müssten alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. „Für zusätzliche Ausgaben besteht kein finanzieller Spielraum. Von einer Erhöhung des Apothekenfixums muss die Koalition daher absehen“, stellt die TK klar.
Die Krankenkassen leisteten bereits in diesem Jahr einen Beitrag und sparten 100 Millionen Euro Verwaltungskosten ein. Weitere 50 Millionen Euro könnten zudem durch den Wegfall der verpflichtenden Briefe zur Zusatzbeitragsentscheidung eingespart werden. Diese seien der TK zufolge überflüssig, weil Informationen den Versicherten auch über andere Wege, etwa die Webseiten der Krankenkassen und den Kundenservice, kommuniziert würden.
Auch der Staat müsse seinen Anteil leisten und die versicherungsfremden Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung endlich aus öffentlichen Haushalten bezahlen. „Um die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben dauerhaft zu schließen, braucht es neben einem kurzfristigen Ausgabenstopp nachhaltig wirksame Strukturreformen und einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Mittel.“
Was es dringend brauche, seien Sparmaßnahmen. Die Bundesregierung hat eine Finanzkommission Gesundheit (FKG) eingesetzt, die Ende März ihre ersten Ergebnisse vorstellen wird. „Um diese Spirale aus immer weiter steigenden Beiträgen zu stoppen, muss sich die Koalition bei der Umsetzung der FKG-Vorschläge auf die Ausgabenseite der GKV konzentrieren“, erklärt die TK und fordert schnelle und wirksame Maßnahmen „in allen Leistungsbereichen“.
Die Kasse habe hierzu – wie viele andere Akteure – zahlreiche Vorschläge gemacht, an welchen Stellen im Gesundheitssystem substanzielle Effizienzreserven gehoben werden könnten. „Die Fülle der Maßnahmen zeigt, dass es in allen Leistungsbereichen der GKV Potenzial gibt.“
Die TK zählt folgende Maßnahmen auf:
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