Kein Personal für Zusatzservice

Spiegel-Beitrag: pDL spalten Apothekerschaft

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Berlin -

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat sich der „Spiegel“ mit der Lebenswirklichkeit der Apothekerinnen und Apotheker auseinandergesetzt. Laut Bericht gibt es deutliche Kritik an der Kampagne der Abda zu pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL).

„Apotheker protestieren gegen pharmazeutische Dienstleistung“, so der Titel des Beitrags im aktuellen Heft, der auch online verfügbar ist. Die Kampagne der eigenen Standesvertretung stoße demnach auf Unverständnis: Etliche Apotheker fragten sich, wer diese Leistungen angesichts der angespannten Personalsituation anbieten solle, so der Autor.

„Wir sind froh, wenn wir das normale Tagesgeschäft bewältigen können“, wird Reinhard Rokitta von der Punkt-Apotheke in Bünde in Westfalen und Vorstand der Freien Apothekerschaft zitiert. Auch von Impfungen hält er nicht viel: „Eine Notlage wie zu Zeiten von Corona gibt es nicht, als Impfungen in hoher Zahl durchgeführt werden mussten.“ Kernaufgabe sei die Versorgung mit Arzneimitteln, und damit habe man genug zu tun. „Alles andere auch noch zu wollen, ist Arroganz.“

In den Foren gibt es einen erbitterten Schlagabtausch zum Beitrag. Während Vertreter aus dem Umfeld von Kammern, Verbänden und Abyou die neuen Angebote als Zukunftsweg verteidigen und den Beitrag samt Rokittas Einlassungen kritisieren, sehen andere Kolleginnen und Kollegen tatsächlich keinen Raum, auch noch diese Leistung zu erbringen, während sie mit einem viel zu niedrigen Honorar auskommen müssen.

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