Krankenkassen

Schmidt lobt AOK-Rabattverträge APOTHEKE ADHOC, 15.08.2009 19:45 Uhr

Berlin -

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die Krankenkassen zum Sparen aufgefordert und die AOK-Rabattverträge gelobt: „Die Kassen müssen die vorhandenen Instrumente nutzen, um günstiger zu wirtschaften. Nehmen Sie die Arzneimittelrabatte der AOK: Das ergibt eine Milliarde Euro in zwei Jahren“, sagte Schmidt dem „Weser Kurier“.

Auch über die Kosten-Nutzen-Bewertung will die Ministerin verstärkt Einsparpotenziale nutzen. „Wenn ein neues Medikament nur fünf Prozent mehr nutzt, darf es nicht 300 Prozent mehr kosten. Der Preis muss in einem fairen Verhältnis zum Nutzen stehen“, sagte Schmidt der Zeitung.

Auf die Frage, über welchen Interessensverband sie sich als Gesundheitsministerin am meisten geärgert habe, sagte Schmidt: „Jeder Verband war sicher mal dabei. Ich finde aber, es gehört zur Demokratie, dass wir uns streiten und unterschiedliche Interessen haben.“ Nach den Apothekern hatte der „Weser Kurier“ übrigens gar nicht gefragt - nur nach Ärzten, Krankenkassen und der Pharmalobby.

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