Inhalte beeinflussen Zusammenarbeit

Pflegebranche lobt Apothekenreform

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Berlin -

Apotheken sollen in Zukunft in Einzelfällen auch Rx-Medikamente ohne Rezept abgeben können. Dies und weitere Vorhaben aus der Apothekenreform kommen in der Pflegebranche gut an.

„Wir begrüßen die bis Ende 2028 vorgesehene Möglichkeit der direkten Rezeptübermittlung von Arztpraxen an die heimversorgende Apotheke“, sagt Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB). „Das kann stationäre Pflegeeinrichtungen erheblich vom Rezeptmanagement entlasten und die Bewohnerversorgung spürbar beschleunigen.“

Positiv sei auch die einmalige Abgabe bestimmter Dauermedikamente durch Apotheken ohne aktuelles Rezept. „Dies kann die Versorgungslücken an Randzeiten – etwa am Wochenende oder bei Aufnahme oder Entlassung – wirksam abfedern.“

Die Erlaubnis für Pflegefachkräfte, virale Schnelltests auf Influenza, RSV oder das Norovirus selbst durchzuführen, könne Infektionen schneller eindämmen, so Knieling. „Kritikpunkt bleibt jedoch: Diese zusätzliche Aufgabe erfolgt ohne Vergütung und mit hohem Mehraufwand – hier muss der Gesetzgeber dringend nachsteuern. Insgesamt stärken die Änderungen die Versorgungssicherheit in der Pflege, brauchen aber eine faire finanzielle Unterstützung.“

Der VDAB vertritt die Interessen von mehr als 1800 Unternehmen der ambulanten und stationären Alten- und Behindertenhilfe.

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