Bezahlung

Mindestlohn steigt auf 9,19 Euro APOTHEKE ADHOC, 01.11.2018 15:08 Uhr

Berlin - Das Bundeskabinett hat die Erhöhung des Mindestlohnes beschlossen. Ab 2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro auf 9,19 Euro brutto pro Stunde. Die entsprechende Verordnung des Bundesarbeitsministeriums wurde vom Kabinett gebilligt. In einem weiteren Schritt wird der Mindestlohn ab dem Jahr 2020 auf 9,35 Euro angehoben. Die Bundesregierung setzt damit eine Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni 2018 um.

9,19 Euro Mindestlohn bedeuten für einen Vollzeitbeschäftigten etwas mehr als 1500 Euro im Monat - brutto. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Vollzeitbeschäftigten lag vergangenes Jahr bei knapp 3800 Euro. Die gesetzliche Lohnuntergrenze wurde 2015 in Höhe von 8,50 Euro eingeführt und 2017 auf 8,84 Euro erhöht. Sie wird alle zwei Jahre neu festgelegt. Für eine Übergangszeit galten Branchenmindestlöhne weiter, auch wenn sie unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns lagen. Vom kommenden Jahr an gibt es keine Ausnahmen mehr.

Der Mindestlohn gilt für Arbeitnehmer über 18 Jahre, nicht aber für Auszubildende und Menschen in Arbeitsförderungsmaßnahmen. Ausgenommen sind auch Langzeitarbeitslose, die wieder eine Stelle finden. Sie haben in den ersten sechs Monaten keinen Anspruch auf die Mindestvergütung. Praktikanten erhalten den Mindestlohn nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte sich zuvor erneut für einen höheren Mindestlohn eingesetzt. Er finde, „dass zwölf Euro Mindestlohn angemessen sind.“ Die deutschen Unternehmen sollten nicht am Lohn sparen. Vor wenigen Tagen hatte auch Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann die SPD angesichts ihrer tiefen Krise zur Schärfung des linken Profils aufgerufen und einen Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde gefordert. Er halte das für angemessen, denn es gebe einen Niedriglohnsektor, „in dem die Menschen extrem hart arbeiten, aber mit dem Netto nicht zufrieden sein können“. Anfang September hatte sich bereits SPD-Chefin Andrea Nahles dafür ausgesprochen, den Lohn auf bis zu zwölf Euro pro Stunde anzuheben.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Kooperation

Merck schließt Allianz mit Tech-Riesen aus China»

Rezeptabrechnung

Noventi lockt MVDA-Mentoren mit purem Gold»

Hömoöpathika

Osatuss und Osflat ergänzen Osanit»
Politik

Bundesregierung

Keine Änderungen bei Cannabis-Prüfung in Apotheken»

Einkaufskonditionen

Großhandelsskonto und Großhändlerskonto»

GSAV

Biosimilars: 3 Jahre bis Aut-idem»
Internationales

USA

Mundipharma: Gründerfamilie muss vor Gericht»

Apothekenketten

Walgreens und Microsoft gehen gemeinsam auf Datenjagd»

Versorgung in Großbritannien

Brexit: Pharmaverbände befürchten Engpässe»
Pharmazie

Opioid-Vergiftungen

USA: Naloxon soll OTC werden»

Antidiabetika

SGLT2-Inhibitoren: Lebensgefährliche Infektionen möglich»

Warnhinweis für hormonelle Kontrazeptiva

Pille: Auf Depression folgt Suizid»
Panorama

Apotheke am Schlaatz

Potsdam: Lange Haftstrafe für brutalen Apothekenraub»

RTL-Test

Apotheke vs. Drogerie: Welche Medikamente sind besser?»

Beitrag zu Vitamin D und Sinusitis

NDR Visite: Nasensprays ersparen das Antibiotikum»
Apothekenpraxis

Umzug oder Neueröffnung?

Pachtstreit: Sofortschließung abgewendet»

„Ich will mein Kind aufwachsen sehen“

Verkauf: Familie statt Familienapotheke»

„Ich will mein Kind aufwachsen sehen“

Verkauf: Familie statt Familienapotheke»
PTA Live

Verordnungsfehler

Auf das Menthol kommt es an»

LABOR-Debatte

Securpharm: Wie bereitet ihr euch vor?»

PTA-Schule Castop-Rauxel

Klassentreffen aus traurigem Anlass»
Erkältungs-Tipps

Grippaler Infekt

Fünf Tipps bei Halsschmerzen»

Internationale Erkältungstipps

Grappa-Milch und Hot-Toddy: Hausmittel aus fernen Ländern»

Abwehrkräfte

Immunsystem: Der wichtigste Schutzschild»