„Zusatzarbeit muss finanziell honoriert werden“ | APOTHEKE ADHOC
Mehraufwand in Apotheken

„Zusatzarbeit muss finanziell honoriert werden“

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Berlin -

Im Kampf gegen Lieferengpässe leisten die Apothekenteams täglich viel zusätzliche Arbeit. Der Aufwand soll nicht nur gewürdigt, sondern auch entlohnt werden, fordert die Union im Bundestags. Gesundheitssprecher Tino Sorge erklärt, warum ihm das besonders wichtig ist.

„Apotheken brauchen jetzt die kurzfristige Unterstützung der Politik“, so Sorge mit Verweis auf den Antrag seiner Fraktion. „Vor allem müssen die Dienstleistungen der Apotheken zur Vermeidung von Lieferengpässen endlich auskömmlich vergütet werden. Die Beschäftigten geben seit Monaten ihr Bestes, um Woche für Woche die Liefersicherheit wichtiger Arzneimittel so gut wie möglich sicherzustellen. Diese Arbeit muss auch finanziell honoriert werden.“

Doch zuletzt sei die Gesundheitspolitik genau in die entgegengesetzte Richtung gegangen, kritisiert Sorge: „Gerade jetzt erweist es sich als kapitaler Fehler, dass die Ampel die Apotheken mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz sogar noch zusätzlich belastet hat. Eine Kurskorrektur ist längst überfällig.“

Untätiger Minister

Bislang hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aus Sicht von Sorge nur vage Ankündigungen gemacht. „Die Untätigkeit des Ministers muss ein Ende haben. Schon im Spätsommer haben wir als Union auf die Gefahr von Lieferengpässen aufmerksam gemacht. Bereits im September schlugen Apotheken und Großhändler Alarm, doch das Ministerium handelte über Monate nicht.“ Sorges Forderung daher: „Wir brauchen schnellstmöglich einen Beschaffungsgipfel, der Apotheken, Großhändler und Hersteller an einen Tisch mit der Ärzteschaft, Kliniken, Krankenkassen und der Bundesregierung führt.“

Anstelle immer neuer Ankündigungen sei es höchste Zeit für Sofortmaßnahmen: „Minister Lauterbach muss ein Frühwarnsystem für Lieferengpässe einführen, die Abstimmung mit unseren EU-Nachbarn verbessern und echte Anreize setzen, damit sich am Standort Deutschland wieder mehr Arzneimittelproduktion ansiedelt.“

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