Kostenpflichtige Corona-Tests im Gespräch

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Berlin -

Die Staatsregierung in Bayern erhöht den Druck auf Menschen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Nachdem
sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) offen für kostenpflichtige Corona-Tests zeigte, äußerte sich nun auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wohlwollend zu der Idee.

Irgendwann werde der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen könnten, sagte Holetschek der Bild am Sonntag.

Die Kosten sollten allerdings weiter für die übernommen werden, die bisher nicht geimpft werden können – zum Beispiel Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Holetschek ist derzeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.

Söder hatte zuletzt gesagt: Testen koste enorme Summen. Daher müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die Corona-Tests kostenlos bleiben könnten, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen hätten.

In der Koalition mit den Freien Wählern kommt der Druck nicht gut an. „Wir dürfen nicht allen die Pistole auf die Brust setzen, die sich nicht impfen lassen wollen“, sagte Parteichef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger dem Tagesspiegel am Sonntag.

Kreativere Ideen gegen die Impfmüdigkeit sind also gefragt. Mit Freikarten will die Stadtratsfraktion von SPD und Volt zum Beispiel
in München mehr Menschen zu einer Impfung motivieren. Statt auf Zwang wie in anderen Ländern setze man auf Anreize, teilte SPD-Stadtrat Roland Hefter mit. Dies könnten Freikarten für Museen, Konzerte, Sportveranstaltungen, den öffentlichen Nahverkehr oder den Tierpark sein. Auch eine Tombola in Zusammenarbeit mit der Gastronomie und der Wirtschaft mit Sachpreisen und Gutscheinen sei vorstellbar.

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