Influenza

DGbV kritisiert Impfstoff-Ausschreibungen

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Die Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement (DGbV) kritisiert die Exklusivausschreibungen für Grippeimpfstoffe. Wenn die Versorgungsqualität gegenüber monetären Aspekten in den Hintergrund trete, lasse dies Zweifel an der Sinnhaftigkeit solcher Verträge aufkommen, kritisiert Dr. Klaus Meyer-Lutterloh, Allgemeinmediziner und Vizepräsident der DGbV.

Verunsicherung von Ärzten, Apothekern und Patienten sei jedoch keine gute Voraussetzung für die Erreichung von Impfzielen. In Schleswig-Holstein etwa seien die Impfraten um ein Viertel zurückgegangen, kritisiert die DGbV. In Bayern seien doppelt so viele Menschen an Influenza erkrankt wie im benachbarten Baden-Württemberg, wo es keine Ausschreibungen gegeben habe.

Die Vertragspartner sollten die Mahnungen der medizinischen Experten ernst nehmen und einseitige Entscheidungen für bestimmte Grippeimpfstoffe aus finanziellen Gründen vermeiden, fordert die DGbV. Die Devise müsse sein, nicht an Impfstoffen zu sparen, sondern durch Impfungen Krankheitsfälle und unnötige Kosten zu vermeiden.

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