Gabriele Overwiening ist erste Abda-Präsidentin

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Berlin -

Gabriele Regina Overwiening ist zur ersten Präsidentin der Abda gewählt worden – mit „überwältigender Mehrheit", wie die Abda bei Twitter mitteilte. Die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) war alleinige Kandidatin für das Spitzenamt der Abda. Overwiening löst Friedemann Schmidt ab, der nach acht Jahren nicht wieder kandidiert hat. Mathias Arnold wurde für eine weitere Amtszeit zum Abda-Vizepräsidenten gewählt.

Bereits im März hatte Overwiening ihre Ambitionen auf das Präsidentenamt und die Nachfolge von Friedemann Schmidt öffentlich gemacht. Schmidt scheidet auf eigenen Wunsch nach acht Jahren an der Abda-Spitze zum Jahresende aus dem Präsidentenamt aus. Viel Zeit zur Einarbeitung bleibt Overwiening nicht. Im Herbst 2021 stehen Bundestagswahlen an. Dafür muss die neue Präsidentin die politische Linie für die Abda vorgeben. Mit dem GKV-Spitzenverband müssen die Verhandlungen über die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen geführt werden. Auch die Personalpolitik der Abda wird die neue Präsidentin schon bald beschäftigen. Als Altergründen stehen im Hauptamt der Abda ein Generationswechsel in der Führungsebene an.

Bei der Ankündigung ihrer Kandidatur sagte Overwiening, sie sehe die Hauptaufgabe darin, die Apothekerschaft zusammenzuführen und für die politischen Fragen der Zeit aufzustellen. Sie wolle, „dass wir vieles fortführen von dem, was angefangen worden ist. Ich bin bereit, dafür mein Gesicht zu zeigen und meine Stimme zu erheben“, so Overwiening damals. Dabei müsse die Apothekerschaft ihre Unverzichtbarkeit weiter in den Vordergrund stellen. Die aktuelle Corona-Krise zeige einmal mehr die Bedeutung der Apothekerschaft: „Ich behaupte, ohne uns in der Fläche würde das gesamte Gesundheitssystem jetzt schon flachliegen“, so Overwiening. „Für mich ist das Wichtigste, dass Apothekerinnen und Apotheker auf Augenhöhe mit anderen Heilberuflern auf Augenhöhe gesehen werden.“

Mit Blick auf das Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) sehe sie insbesondere die Etablierung pharmazeutischer Dienstleistungen als besonders wichtig an. Die Standesvertretung müsse auf die Einführung strukturiert vergüteter Dienstleistungen hinarbeiten, darin liege die Zukunft des Berufsstands. „Diese ganze Mär von Selektivverträgen und was da durch die Medien wabert, ist unerträglich“, so Overwiening.

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