Kommentar

Ein „A“ zu viel schadet nie Nadine Tröbitscher, 08.01.2018 10:34 Uhr

Berlin - Ein „A“ schützt vor Missbrauch: Die Macht der Buchstaben nutzt die DAK für Retaxationen. Dass vermeintlich harmlose Kürzel auf dem Rezept eher zur finanziellen Stärkung der Kasse als zur Arzneimitteltherapiesicherheit beitragen, macht die Sache für die Apotheker nicht leichter.

Versäumt der Arzt das Aufbringen des „Höchstmengen-A“ auf dem BtM-Rezept, darf retaxiert werden – auf Null, weil die Verordnung nicht ordnungsgemäß ausgestellt wurde. Schließlich könne der Patient Schaden nehmen, argumentiert die Kasse. Für die Apotheken kann die Strafe schnell empfindlich werden, schließlich sind BtM auch Hochpreiser.

Welchen Sinn und Unsinn der Formalismus hat, sei dahingestellt. Medizinisch oder therapeutisch hat dieser wohl keine Relevanz und vermag nicht vor Arzneimittelmissbrauch schützen. Auch wenn das „A“ dokumentiert ist, weiß sicherlich kein Patient, was es bedeutet. Eine Ausnahme könnten „A“-sensible Patienten sein. Auch eine Höchstmenge unter dem „A“ ist nicht festgelegt – Verordnungen in das Unermessliche möglich. Demnach sensibilisiert die Vorschrift nur den Arzt. Ist es dann konsequent, den Apotheker zu bestrafen?

Folgeverordnungen würden nun geprüft. Achten mündige Kunden auf eine lückenlose Versorgung und sichern ihre Therapie rechtzeitig, jedoch binnen der 30-Tage-Höchstmenge, ist Gefahr im Verzug. Vorausgesetzt der Patient löst alle Verordnungen in seiner Stammapotheke ein. Bei einigen Verordnungen wird die Höchstmenge bereits mit dem ersten Rezept erreicht. Fehlt das „A“, droht eine Null-Retax, wenn die zulässige Höchstmenge überschritten wurde. Apotheken hätten demnach eine Prüfpflicht – aber wie weit reicht die

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