Flohmärkte für Fiebersäfte

Bild: „Tauschgeschäfte wie zu DDR-Zeiten“

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Berlin -

Mit seinem irrwitzigen Vorschlag, fehlende Arzneimittel auf Flohmärkten unter die Leute zu bringen, hat es Ärztepräsident Dr. Klaus Reinhardt gestern bis in die Tagesschau geschafft. Kritisch hinterfragt haben den Vorschlag weder ARD noch andere Medien, die seine Äußerungen im Tagesspiegel aufgegriffen haben. Das erledigt nun die Bild: „Wie KRANK ist das denn?“

„‚Suche Fiebersaft für Kinder, biete Aspirin!‘ – so könnte es bald beim Nachbarschafts-Treff oder auf dem Aushang im Treppenhaus klingen“, schreibt Bild und verweist auf die Aussagen des Präsidenten der Bundesärztekammer. Überraschend habe Reinhardt im Interview eine solche Nachbarschaftshilfe vorgeschlagen.

Für Bild ist klar: „Tausch-Geschäfte wie anno dazumal in der DDR, dem Land der leeren Regale? WIE KRANK IST DAS DENN? WO SIND WIR IN DEUTSCHLAND HINGEKOMMEN?“

Bild hakte bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach, wie der denn die Idee des „Medikamenten-Basars“ finde. Kein Kommentar. Stattdessen verwies er auf die Eckpunkte zum Generikagesetz, die er in dieser Woche vorstellen will.

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