Zytostatika

Lartruvo bei Weichteilsarkom Nadine Tröbitscher, 28.12.2016 09:00 Uhr

Berlin - Lilly hat mit Lartruvo (Olaratumab) seit Dezember einen Wirkstoff zur Behandlung des Weichteilsarkoms im Handel. Bereits im September wurde das Orphan Drug in der EU eingeführt. Die aktuelle Zulassung gilt für die Kombination mit dem Zytostatikum Doxorubicin und unterliegt einer bedingten Genehmigung. Lilly hat die Auflage die Ergebnisse einer laufenden Phase-III-Studie nachzureichen, nach abwägen des Nutzen-Risiko-Verhältnisses wird dann über eine Aufrechterhaltung der Zulassung entschieden.

Olaratumab ist der erste in der EU zugelassene humane monoklonaler Antikörper zur Behandlung des Weichteilsarkoms und kann einer neuen Erstlinientherapie dienen. Indiziert ist der der Wirkstoff „in Kombination mit Doxorubicin zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom, die nicht durch eine Operation oder Strahlentherapie behandelt werden können und nicht zuvor mit Doxorubicin behandelt wurden“.

Der IgG1 monoklonale Antikörper soll den Platelet-Derived-Growth-Factor-(PDGF)-Rezeptor-alpha Signalweg bei Tumorzellen und Zellen in der Tumor-Mikroumgebung zerstören. Die Therapie zielt direkt auf die Tumorzellen ab und führt zu einer Anti-Krebs-Aktivität. Der Wirkstoff bindet dabei an den von Blutplättchen abgesetzten Wachstumsfaktor, der auf Tumorzellen und Bindegewebszellen lokalisiert ist und für die Regulation der Zellvermehrung eine Rolle spielt. PDGF ist bei Krebszellen besonders aktiv, wird das Protein gehemmt, ist das Tumorwachstum verlangsamt.

Das Arzneimittel ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zu 50 ml im Handel erhältlich. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskel- und Skelettschmerzen, Entzündungen und Geschwüre der Schleimhäute, Haarausfall und eine erniedrigte Anzahl an weißen Blutkörperchen.
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