Trisenox: Import aus Drittland

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Berlin - Teva befürchtet einen möglichen Lieferengpass für Trisenox (Arsentrioxid 1mg/ ml) für den europäischen Markt. Ab Mitte/ Ende August könnte das Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung defekt sein. Einen Notfallplan gibt es bereits – einen Import aus einem Drittland.

In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kann während eines Versorgungsengpasses der entsprechende Import Phenasen aus Australien als Ersatz für Trisenox importiert werden. Phenasen (Phebra Pty Ltd.) ist jedoch im Vergleich als Durchstechflasche anstatt Brechampulle auf dem Markt. In Bezug auf die Gesamtkonzentration mit 10 mg/ 10 ml gibt es keinen Unterschied.

Als Grund für den möglichen Engpass nennt Teva Probleme in der Fertigung des Arzneimittels. Das Unternehmen „hat vor Kurzem den Hersteller von Trisenox gewechselt, der am 5. Mai 2017 in der EU zugelassen wurde“. Bei der Sichtprüfung einiger Chargen zeigten sich jedoch Herstellungsprobleme. Die Lösung in den Ampullen war nicht klar, sondern halbtransparent. Man arbeite unter Hochdruck an der Beseitigung des Problems und untersucht mögliche Ursachen um entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Solange im Rahmen der Untersuchungen „ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde, werden für den EU-Markt keine Chargen von diesem neuen Lieferanten freigegeben“.

Ware, die sich aktuell im Markt befindet, ist von den Problemen nicht betroffen. Auch die momentan in Europa ausgelieferten Packungen, stammen aus der Produktion des vorherigen Herstellers und somit deren Sicherheit und Wirksamkeit nicht gefährdet. Die Reserven gehen jedoch langsam zur Neige, so Teva, trotz einer Umverteilung der Ware im europäischen Markt, kann ein Lieferengpass nicht ausgeschlossen werden und der Import aus Australien unumgänglich sein.

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