Remdesivir-Studie: „Sehr weit fortgeschritten“

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Berlin - Eine Studie zum Medikament Remdesivir zur Bekämpfung der Corona-Erkankung kommt nach Angaben des Kölner Studienleiters voran. Die Studie sei „in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium“, sagte der Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln, Professor Dr. Gerd Fätkenheuer, dem Kölner Stadt-Anzeiger. Er leitet den deutschen Teil der Studie eines internationalen Konsortiums zur Erforschung von Remdesivir.

Das Medikament gilt als ein mögliches Mittel zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen. Die USA haben eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass er bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann.

In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigten Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

Derweil will sich Novartis im Kampf gegen das Coronavirus weder auf Tests noch Impfungen einlassen. „Wir fokussieren uns darauf, drei unserer bestehenden Wirkstoffe im Einsatz gegen das Coronavirus zu untersuchen“, sagte CEO Vas Narasimhan gegenüber „Schweiz am Wochenende“. Man unterstütze 25 klinische Studien von Forschern. Darüber hinaus habe das Unternehmen drei eigene zulassungsrelevante Studien in den USA gestartet. Erste Ergebnisse aus den Untersuchungen zu den Mitteln Hydroxychloroquin, Illaris und Jakavi erwartet der Konzernchef im Juli.

Er zeigte sich „zuversichtlich, dass wir an einen Punkt kommen, an dem die Gesellschaft lernt, mit dem Virus zu leben und die Zahl
der Todesfälle zu reduzieren – bis wir dann einen Impfstoff finden.“

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