Per App zur Demenz-Diagnose

, Uhr

Berlin - Der sogenannte Uhrentest gilt als klassisches Diagnosetool wenn es um die Diagnosestellung einer Demenz geht. Informatiker der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun ein Programm entwickelt, welches die Auswertung des Tests unterstützt und damit die Diagnosestellung vereinfachen könnte. Eine App ist bereits in Planung.

Beim Uhrentest geht es darum die kognitiven Fähigkeiten der Patienten zu ermitteln und Demenz und Orientierungsstörungen zu erkennen. Es handelt sich dabei um ein standardisiertes Verfahren: Die Patienten werden gebeten eine einfache Uhr inklusive Zifferblatt zu zeichnen. Oftmals sollen auch nur die entsprechenden Zahlen in einen bereits vorgefertigten Kreis eingetragen werden. Anschließend soll eine vom Personal genannte Uhrzeit eingezeichnet werden.

Anhand der Zeichnung können einige Rückschlüsse auf die Kognition gezogen werden: So können bei einer Demenz beispielsweise die Zahlen in falscher Anordnung eingetragen werden oder die Uhr gänzlich vom herkömmlichen Bild abweichen. Das Maß der Abweichung dient dann der Ermittlung des Ausmaßes der Hirnfunktionsstörung.

Bei der Bewertung des Tests werden normalerweise Punkte von eins bis sechs vergeben – ähnlich wie Schulnoten. Ab einer drei ist die Uhr fehlerhaft gezeichnet und es wird von einer kognitiven Störung mit relevantem Ausmaß gesprochen. Diese ist oft Anzeichen einer Demenz und kann wertvolle Hinweise bei der Diagnosestellung liefern.

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