Medikationsfehlern auf der Spur

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Berlin - Fehler passieren, das ist eine Binsenweisheit. Beim Umgang mit Arzneimitteln können Fehler jedoch schlimme Folgen haben. Deshalb soll genauer untersucht werden, warum Fehler im Medikationsprozess geschehen. Gleich zwei Projekte fördert das Bundesgesundheitsministerium (BMG) derzeit – die Apotheker sind aber bei keinem dabei.

Das Projekt der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) läuft bereits seit Januar. Mit dem Pilotprojekt soll untersucht werden, wie Medikationsfehler innerhalb eines Spontanmeldesystems systematisch erfasst und bewertet werden können. Im Rahmen der bereits existierenden Strukturen der Spontanerfassung von Nebenwirkungen sollen nun auch Meldungen von Medikationsfehlern erfasst werden.

Dabei geht es besonders um ärztlich berichtete Fehler, die zu einem Schaden beim Patienten geführt haben. Aber auch Fallberichte aus anderen Quellen oder Berichte zu Fehlern, die zu keinem Schaden geführt haben, sollen erfasst und bewertet werden. Interessante und wichtige Fälle sollen der Fachöffentlichkeit mitgeteilt werden.

Für das Pilotprojekt wurde ein angepasster Berichtsbogen erstellt. Neben den bekannten Kategorien wie Beschreibung der Nebenwirkung und Angaben zu den Arzneimitteln sollen die Ärzte auch mitteilen, welcher Art der Fehler oder das erkannte Risiko ist. Die erhobenen Daten sollen von der AkdÄ quantitativ und qualitativ ausgewertet werden.

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