Lieferengpässe

Apotheker müssen Amitriptylin teilen APOTHEKE ADHOC, 07.09.2016 15:17 Uhr

Berlin - Apotheken bekommen seit Wochen kein Metoprolol retard mehr, auch bei Metamizol gibt es Probleme. Abseits der Schnelldreher gibt es aber andere Arzneimittel, die dauerhaft defekt sind – zum Beispiel das Antidepressivum Amitriptylin als Retardkapseln. Apotheker und Patienten werden auf absehbare Zeit weiter Tabletten teilen müssen.

Voraussichtlich bis Mitte 2017 wird es keine retardierten Amitriptylin-Kapseln geben. Von den Lieferengpässen betroffen ist neben Mylan dura auch der ZNS-Spezialist Neuraxpharm.

Die Retard-Variante sei bereits seit April 2015 nicht mehr lieferbar, da der beauftragte Lohnhersteller den Produktionsstandort geschlossen habe, sagt Dr. Olaf Krampe, Marketing- und Vertriebsleiter des Langenfelder Unternehmens.

Präparate mit veränderter Freisetzung ließen sich nicht ohne Weiteres von einem Hersteller zum anderen transferieren, so Krampe. Neuraxpharm arbeite mit Hochdruck daran, das Produkt an anderer Stelle produzieren zu lassen. „Dieser Transfer ist zu unserem Bedauern noch nicht vollständig abgeschlossen. Sobald sich wieder eine Lieferfähigkeit für Amitriptylin Retard abzeichnet, werden wir Verordner und Apotheken zeitnah informieren“, so Krampe.
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