Antirheumatika

Ketoprofen-Tablette bald ohne Rezept? APOTHEKE ADHOC, 13.05.2019 14:25 Uhr

Berlin - Der Wirkstoff Ketoprofen ist zur topischen wie auch oralen Anwendung auf dem Markt; alle Darreichungsformen sind jedoch rezeptpflichtig. Das könnte sich bald ändern, denn der Sachverständigenausschuss prüft auf seiner nächsten Sitzung am 27. Juni einen Antrag auf Entlassung von oralen ketoprofenhaltigen Präparaten aus der Verschreibungspflicht. Die Schmerzgele sind erst seit 2012 der Rezeptpflicht unterstellt.

Ketoprofen gehört zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Prostaglandinsynthese, der Wirkstoff hemmt die Funktion der Cyclooxygenase. Eins der wichtigsten Anwendungsgebiete von Ketoprofen ist damit die Behandlung von Gelenkschmerzen bei Arthrose und Arthitis. Außerdem wird das Analgetikum bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Morbus Bechterew und Fibromyalgie und Gicht eingesetzt.

Mit 27.000 Verordnungen ist Gabrilen (Trommsdorff) laut Arzneiverordnungsreport das am häufigsten eingesetzte Ketoprofen-haltige Produkt. Verfügbar sind Hartkapseln mit 50 und 100 mg; die Retardkapseln mit 200 mg sind außer Vertrieb. Außerdem ist eine Injektionslösung erhältlich. Mit Alrheumun ist von Teofarma ein zweites orales Produkt verfügbar, ebenfalls à 50 und 100 mg. Der Hersteller hat mit Effekton außerdem Ketoprofen als Gel auf dem Markt, das Konkurrenzprodukt dazu heißt Phardol und kommt von Kreussler.

Hinter dem Antrag auf Entlassung aus der Verschreibungspflicht könnte allerdings ein Newcomer stecken: Omega hat eine Zulassung für Sprintafen in der Tasche; Partner ist der italienische Hersteller Dompe, der mit Oxervate (Cenegermin) auch selbst in den deutschen Apotheken vertreten ist. Das Präparat enthält 40 mg Ketoprofen als Lysinat und könnte zum ersten größeren Launch von Omega seit der Übernahme durch Perrigo werden.

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