Influenza

Grippewelle rollt und rollt

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Berlin -

In Deutschland sind in der vergangenen Woche so viele Grippe-Erkrankungen gezählt worden wie noch nie in dieser Saison. Die Welle habe mit knapp 35.300 Fällen in diesem Zeitraum einen vorläufigen Höhepunkt erreicht, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit.

Insgesamt wurden in dieser Saison bislang rund 120.000 Fälle erfasst. Mindestens 216 Menschen starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion – vorwiegend Menschen im Seniorenalter, die oft Vorerkrankungen hatten.

Die Dunkelziffer bei Grippefällen gilt als hoch, weil nicht in jedem Fall Erregerproben analysiert werden. Die wirkliche Zahl der Todesfälle könne ebenfalls höher liegen, erläuterte eine RKI-Sprecherin. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache ließen sich Grippe-Erreger als Ursache zum Beispiel oft nicht mehr nachweisen.

Vorwiegend kursieren weiterhin Grippeviren des Typs B. Anfängliche Zweifel an der Wirksamkeit des Dreifach-Impfstoffs, den die Krankenkassen bezahlen, haben sich laut RKI nicht bestätigt. „Die Wirksamkeit des Impfstoffs liegt im Moment bei 46 Prozent“, sagte eine Sprecherin. Das sei bei der üblichen Schwankungsbreite zwischen 20 und 60 Prozent Wirksamkeit bei Grippe gar nicht schlecht. Der Impfstoff kann nicht zu 100 Prozent treffen. Ein Grund dafür ist, dass er vor Beginn der Grippesaison auf der Basis von Wahrscheinlichkeiten zusammengestellt wird.

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