G-BA: Zusatznutzen für Trulicity

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Berlin -

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat fünf neue Arzneimittel bewertet. Dabei hat sich der G-BA den Empfehlungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) angeschlossen. Das hatte die fünf neuen Wirkstoffe Anfang Mai bewertet. Allen wurde mindestens ein geringer Zusatznutzen zugesprochen.

Dem Wirkstoff Dulaglutid, den Lilly unter dem Handelsnamen Trulicity vermarktet, bescheinigen die Experten einen „Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen“, wenn er in Kombination mit einem kurzwirksamen Insulin, mit oder ohne Metformin, eingesetzt wird. Für die übrigen Therapieoptionen – die Monotherapie sowie Kombinationen mit einem oder zwei oralen Antidiabetika – sieht der G-BA den Zusatznutzen hingegen nicht als belegt an.

Der ebenfalls von Lilly vermarktete Wirkstoff Ramucirumab ist als Orphan Drug zur Behandlung seltener Leiden zugelassen. Damit gilt der Zusatznutzen als belegt. Der monoklonale Antikörper, der unter dem Handelsnamen Cyramza vertrieben wird, wird bei fortgeschrittenem oder metastasierendem Magenkrebs eingesetzt.

Der G-BA bewertet das Ausmaß des Zusatznutzens. Aus Sicht der Experten ist dieser gering, sowohl in Kombination mit Paclitaxel als auch in der Monotherapie, wenn Patienten für die Kombinationstherapie mit Paclitaxel nicht geeignet sind. Für die Bewertungen waren nur leichte positive Effekte in der Mortalität und bei den Nebenwirkungen ausschlaggebend.

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