IQWiG: Fünfmal Zusatznutzen

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Berlin - Erfolg für fünf neue Arzneimittel: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat die Nutzenbewertung für die Hepatitis-C-Medikamente Exviera (Dasabuvir) und Viekirax (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir) von AbbVie, das COPD-Präparat Duaklir Genuair (Aclidiniumbromid/Formoterol) von AstraZeneca sowie das Diabetesmittel Trulicity (Dulaglutid) und das Krebsmedikament Cyramza (Ramucirumab) von Lilly abgeschlossen. Alle haben einen Zusatznutzen bescheinigt bekommen.

Dulaglutid bescheinigt das IQWiG einen Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen. Lilly vertreibt den Wirkstoff unter dem Handelsnamen Trulicity. Für die Kombination mit kurzwirksamem Insulin, mit oder ohne Metformin, sehen die Experten den Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Für die Kombination mit langwirksamem Insulin, die Monotherapie und Kombinationen mit einem oder zwei oralen Antidiabetika ist ein Zusatznutzen laut IQWiG hingegen nicht belegt.

Das ebenfalls von Lilly vermarktete Cyramza, ein monoklonaler Antikörper, der bei fortgeschrittenem oder metastasierendem Magenkrebs eingesetzt wird, gilt als Orphan Drug. Der Zusatznutzen für Medikamente dieser Gruppe gilt mit der Zulassung als belegt. Das Ausmaß wird durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bewertet.

Bei Dasabuvir sieht das IQWiG Hinweise auf einen Zusatznutzen, wenn die Patienten noch keine Leberzirrhose aufweisen und es sich um eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus vom Genotyp 1a handelt. Liegt Genotyp 1b vor, gilt dies nur für therapienaive, nicht aber für therapieerfahrende Patienten. Das Ausmaß des Zusatznutzens ist jedoch nicht quantifizierbar. Für sieben weitere Patientengruppen lässt sich aus Sicht des IQWiG aus dem Dossier kein Zusatznutzen ableiten.

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