HPV-Impfung

Gardasil 9: Zulassung für 27 bis 45-Jährige APOTHEKE ADHOC, 08.10.2018 14:43 Uhr

Dank der neunvalente Vakzine können laut Hersteller 90 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch HP-Viren verhindert werden. Die Vakzine ist in Deutschland zugelassen für Mädchen und Frauen ab neun Jahren und dient der Vorsorge von Gebärmutterhalskrebs, Vulva-, Vaginal- und Analkarzinomen, die durch die HPV-Typen 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 ausgelöst werden. Außerdem kann die Impfung vor Genitalwarzen, die durch HPV-Typen 6 und 11 ausgelöst werden können, schützen. Sieben HPV-Typen, die der Impfstoff enthält (HPV 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58) können etwa 90 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs auslösen und etwa 80 Prozent der hochgradigen zervikalen Läsionen weltweit. Gardasil 9 ist hierzulande seit März 2016 auf dem Markt.

Im September folgte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und erklärte die HPV-Impfung auch für Jungen zwischen neun und 14 Jahren zur Kassenleistung. Generell können Jugendliche die Impfung noch bis zum 18. Geburtstag nachholen.

Jungen und Männer im Alter zwischen 14 und 45 Jahren gelten als Hauptrisikogruppe für die HPV-Übertragung, da sie sexuell aktiver sind als ihre weiblichen Altersgenossen. Die Viren können über Mikroverletzungen in die Schleimhaut eindringen und so die Epithelzellen der Basalzellschicht infizieren. Übertragen werden die HPV durch Vaginal-, Anal oder Orogenitalsex. Laut Robert-Koch-Institut kann die Verwendung von Kondomen nicht sicher vor einer HPV-Infektion schützen. Die Impfung könne jedoch zu nahezu 100 Prozent eine Infektion verhindern. In Deutschland erkranken etwa 6000 Frauen und 1600 Männer an Karzinomen, die durch HPV verursacht wurden. Möglich sind Tumore im Bereich des Gebärmutterhalses, der Vagina, Vulva und des Penis sowie Anal-, Mund- und Rachenkarzinome. Und dennoch findet die Impfung kaum Anwendung.

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