Arzneimittelkriminalität

Epclusa-Fälschung kam über das Internet APOTHEKE ADHOC, 03.01.2018 11:05 Uhr

Berlin - Fälschung in deutscher Aufmachung angeboten: Im November fiel eine manipulierte Charge des Arzneimittels Epclusa (Sofosbuvir/Velpatasvir, Gilead) zur Behandlung chronischer Hepatitis C Virusinfektionen (HCV) auf. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt nun Informationen zum Fälschungsfall bekannt.

Die am 22. November gemeldete Fälschung mit der Chargenbezeichnung 19SPFD201 mit dem Verfallsdatum Oktober 2019 wurde in deutscher Aufmachung angeboten. Bis dato gibt es keinerlei Hinweise, dass Plagiate in die legale Vertriebskette in der EU gelangt sind. Laut BfArM handelt es sich um ein über eine ukrainische Internetadresse illegal erworbenes Arzneimittel. Die zuständigen Behörden seien bereits informiert, meldet die Behörde.

Die Fälschung konnte anhand von Fotos identifiziert werden und wurde in der Ukraine angeboten. Es handelte es sich um eine real existierende Charge. Zu erkennen war die Fälschung anhand der abweichenden Tablettenfarbe – die Manipulation ist rot statt hellrosa. Die roten Tabletten entsprechen im Aussehen der sogenannten Access-Market-Ware, also Ware, die nicht für den EU-Markt bestimmt ist, meldete das BfArM im November. Epclusa wird als rote, rautenförmige Filmtablette mit den Prägungen „GSI“ auf der einen und „7961“ auf der anderen Seite der Tablette außerhalb der EU angeboten.

Ein weiteres Fälschungskriterium war der fehlende Punkt hinter dem Aufdruck „Ltd“ auf dem Etikett der Plastikflasche, in der die Tabletten enthalten sind. Apotheker wurden gebeten, die Packungen im Warenlager auf die betroffene Chargenbezeichnung sowie die Primärverpackung auf den fehlenden Punkt zu überprüfen und Verdachtsfälle dem BfArM zu meld

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