Inkontinenz

Einnässen: Warnung per SMS APOTHEKE ADHOC, 17.05.2018 09:16 Uhr

Berlin - Mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland sind von Inkontinenz unterschiedlicher Art betroffen, auch aus dem Apothekenalltag ist das Thema bekannt. Zu den Hilfsmitteln, die Betroffene verwenden können, gehören beispielsweise Einlagen und Bettunterlagen. Nun haben Wissenschaftler einen Geruchssensor entwickelt, der die Betroffenen oder Pflegenden kurzfristig via Smartphone warnen soll. So können sie schnell reagieren.

Als Inkontinenz ist die fehlende oder mangelnde Fähigkeit des Körpers definiert, den Blasen- und/oder Darminhalt zu speichern und selbst zu bestimmen, wann und wo er entleert werden soll. Falls der Organismus dies nicht mehr kann, sind unwillkürlicher Urinverlust oder Stuhlabgang sind die Folgen. Das ist sowohl für die Patienten, als auch für die Familie und Pflegenden eine Herausforderung. Die Lebensqualität der Betroffenen leidet darunter; die psychosoziale Belastung ist groß. Oft ist die Erkrankung ein Tabuthema.

Für mehr Lebensqualität könnte ein miniaturisierter Geruchssensor sorgen, den eine Arbeitsgruppe der Hochschule Furtwangen, der Universität Freiburg und des Steinbeis-Zentrums Sozialplanung, Qualifizierung und Innovation (Baden-Württemberg) entwickelt hat. Die Betroffenen oder das Pflegepersonal können per SMS über erste Inkontinenz-Gerüche benachrichtigt werden – und so rechtzeitig reagieren.

Der entwickelte Geruchssensor ist sehr empfindlich und kann sowohl direkt am Körper getragen werden, als auch auf dem Nachttisch liegen. Das Gesamtsystem besteht aus dem Sensor mit LED-Anzeigen und einem Smartphone, auf dem über eine App die Kommunikation mit dem Sensorsystem realisiert werden kann. Über die Neuentwicklung berichten Professor Dr. Ulrich Mescheder, Professor Dr. Stefan Palzer, Professor Dr. Dirk Benyoucef und Professorin Dr. Vera Kallfaß im aktuellen Reader „Assistive Systeme und Technologien zur Förderung der Teilhabe für Menschen mit Hilfebedarf“.

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