Bei Kinderwunsch kein Cannabis

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Berlin - Dass der Konsum von Cannabis in der Schwangerschaft tabu sein sollte, ist selbstverständlich. Doch auch bereits bei bestehendem Kinderwunsch könnte die Droge Probleme bereiten: Forscher des National Insitute of Child Health and Human Development fanden heraus, dass Cannabiskonsum die Chancen auf eine Schwangerschaft senken kann. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Human Reproduction“ vorgestellt.

Cannabis wird häufig verharmlost und oft als Genussmittel, ähnlich einer normalen Zigarette, betrachtet. Forscher weisen jedoch darauf hin, dass die Auswirkungen im Körper vielfältig sein können, da sich Endocannabinoid-Rezeptoren im ganzen Körper befinden. Auch auf die Fruchtbarkeit und die Schwangerschaftschancen kann der Konsum daher Einfluss nehmen.

Für ihre Untersuchung nahmen sich die Wissenschaftler die Daten einer Studie zur Hilfe, die den Effekt von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) auf Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft ermitteln sollte. Bei der Erhebung der Daten waren die Frauen unter anderem nach ihrem Cannabiskonsum gefragt worden. Außerdem wurden Urinproben archiviert, die auf Metabolite von Cannabis untersucht wurden.

Cannabis senkt Schwangerschaftschancen

Insgesamt lagen die Daten von mehr als 1200 Frauen zwischen 18 und 40 Jahren vor. Sie alle hatten bereits eine oder mehrere Fehlgeburten erlitten. Grund hierfür könnte dem Team zufolge bei einigen der Cannabiskonsum gewesen sein: Trotz Kinderwunsch hatten rund fünf Prozent entweder angegeben vor der Empfängnis Cannabis konsumiert zu haben oder sie hatten einen positiven Urintest.

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