Antiinfektiva

Neue HIV-Therapie: Monatsspritze statt täglicher Pillen dpa, 24.07.2017 14:21 Uhr

Paris/London - Bisher müssen HIV-Patienten täglich Pillen nehmen, um das Virus zu kontrollieren. Künftig könnte eine Monatsspritze ausreichen, wie Forscher berichten.

Eine Monatsspritze kann das HI-Virus im Körper einer Studie zufolge ebenso gut kontrollieren wie die bisher übliche tägliche Einnahme von Tabletten. Das hat ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung am Montag auf der HIV-Konferenz in Paris berichtet. Sollten – bereits laufende – Zulassungsstudien die im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlichten Ergebnisse bestätigen, könnte erstmals eine Injektionstherapie gegen HIV auf den Markt kommen, die nur alle vier Wochen nötig wäre. Unabhängige Experten sehen einen Meilenstein in der Geschichte der HIV-Therapie erreicht, wie sie in einem „Lancet“-Kommentar schreiben. Auch ein deutscher Experte spricht von einer Neuerung, die vielen Menschen helfen könne, die Therapie besser in ihren Lebensrhythmus einzupassen.

Bei der HIV-Behandlung nehmen Patienten derzeit täglich oral drei Wirkstoffe, die die Viruslast im Blut unter die Nachweisgrenze drücken können. Seit einigen Jahren gibt es Kombinationspräparate, so dass Betroffene nur noch eine Tablette pro Tag benötigen. Die nun getestete Injektionstherapie könnte die Behandlung weiter vereinfachen: Patienten bräuchten – im Fall der Zulassung – nur noch alle vier Wochen eine Dosis, allerdings als intramuskuläre Injektion.

In der Studie, die auch in Deutschland vor allem die Sicherheit der Therapie prüfte, nahmen rund 300 Teilnehmer zunächst 20 Wochen lang wie üblich drei Wirkstoffe als Tabletten ein, um die Viruslast im Körper zu senken. Danach führten knapp 60 Patienten diese Behandlung fort, während jeweils 115 Teilnehmer zwei Wirkstoffe im Abstand von vier und acht Wochen intramuskulär injiziert bekamen.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Börsenrückzug

Walgreens: Pessinas Deal nimmt Formen an»

Medizinalhanf

Apotheke eröffnet Cannabis-Webshop»

Apotheker kontert Bahn BKK

Kostenvoranschlag abgelehnt – „Unser Tipp: Arzneimittel über Versandapotheken“»
Politik

Westfalen-Lippe

Kassenärzte protestieren gegen Apotheker-Impfungen»

Optionale Aufstiegsqualifizierung

PTA Plus: DPhG fordert grünes Licht von ABDA  »

Ausbildungsdauer noch umstritten

PTA-Reform: 14 Änderungsanträge»
Internationales

Rx-Switch

Schweden: Diclofenac nur noch auf Rezept»

Entlastung von Pharmazeuten

Stanford: Roboter betreiben Krankenhausapotheke»

Neues Logistikzentrum

Phoenix investiert Rekordsumme»
Pharmazie

AMK-Meldung

Rückrufe: Cyclelle und Digimed»

AMK-Meldung

Unverkäufliche Muster in Estreva-Gel»

Muskelrelaxantien

Enzephalopathie unter Baclofen»
Panorama

Apothekenjubiläum mit Spendenaktion

Apothekerin zeigt Herz für kranken Jungen»

Hautkrankheiten

Micreos: 2,5 Millionen für Antibiotika-Alternativen»

Für Afrika

EU lässt erstmals Impfstoff gegen Ebola zu»
Apothekenpraxis

„Medizinischer Notstand“

Niemegk: Bevölkerung demonstriert für Apotheke»

Arzneimittelmissbrauch

Dextromethorphan: AMK warnt Apotheken»

„Apotheker für die Zukunft“

Merkel zeichnet Kiefer aus»
PTA Live

PTA-Reform

2,5 Jahre: Union lehnt längere Ausbildungszeit ab»

LABOR-Debatte

PTA-Reform: Was fordert ihr? »

Vertretungsoption für PTA

„Ich habe keine Angst vor ‚Apotheker-Light‘“»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenporträt

Echinacea: Die Erkältungspflanze»

Erkältungsbalsam

Frei Atmen dank ätherischer Öle»

Nasennebenhöhlenentzündung

Chronische Sinusitis: Schleichende Infektion»
Magen-Darm & Co.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Zöliakie: Gluten vs. Darm»

Heilpflanzenporträt

Sennesfrüchte: Natürlich abführen mit Einschränkungen»

Magen-Darm-Beschwerden

Gallensteine: Schmerzhafte Koliken»
Kinderwunsch & Stillzeit

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»