HIV-Infektionen

Mehr HIV-Infizierte sollen Therapie bekommen dpa, 05.10.2017 14:23 Uhr

Berlin - Als Stadt mit den meisten HIV-Infektionen in Deutschland will Berlin mehr Infizierte in Behandlung bringen. Es sei noch ein Rätsel, warum es in der Stadt eine relativ hohe Quote von Menschen gebe, die zwar ihren Status kennen, aber nicht in Therapie seien, sagte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) vor dem Kongress „HIV im Dialog“.

Ein Fokus liege dabei auf Zuwanderern, die keinen Aufenthaltsstatus hätten. Um ihnen, aber auch allgemein Menschen ohne Krankenversicherung unabhängig vom Gesundheitsproblem den Weg in Behandlung zu ebnen, ist ab 2018 eine Clearingstelle geplant, wie Kolat sagte.

Berlin hatte sich 2016 als bislang einzige Stadt in Deutschland einer Initiative angeschlossen, die bis 2030 die Aids-Epidemie in Städten beenden will. Bereits bis 2020 soll eines der Etappenziele erreicht sein: 90 Prozent der Menschen mit HIV wissen von ihrer Infektion, 90 Prozent erhalten eine Therapie, bei 90 Prozent davon ist HIV nicht mehr nachweisbar.

„Wir müssen bei der Prävention ansetzen“, betonte Kolat. Kondome seien trotz der heutzutage möglichen medikamentösen Prophylaxe nicht aus der Mode geraten. Sie seien wichtig, auch weil eine Zunahme anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen beobachtet wer

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