Aids

HIV-Prophylaxe: Truvada bald in Europa dpa, 22.07.2016 17:30 Uhr

London/Durban - Eine Tablette pro Tag kann vor einer HIV-Infektion schützen. Die Prophylaxe war ein Topthema der Welt-Aids-Konferenz. Nun wird das Medikament bald auch in Europa auf den Markt kommen.

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Zulassung eines Medikaments zur HIV-Prophylaxe empfohlen. Durch die tägliche Einnahme von Truvada könnten Menschen das Risiko einer HIV-Infektion senken, erklärte die in London ansässige Behörde. Die EU-Kommission muss der Zulassung formell noch zustimmen. Das Medikament kommt Experten zufolge vor allem für Menschen mit hohem Infektionsrisiko in Frage.

Die Entscheidung der EMA fiel zusammen mit dem Abschluss der einwöchigen Welt-Aids-Konferenz im südafrikanischen Durban. Bei den Beratungen von Tausenden Forschern, Aktivisten und Regierungsvertretern hatte das neue Prophylaxe-Medikament ebenfalls eine große Rolle gespielt.

Die „PrEP“ genannte Prophylaxe basiert auf einer Kombination von Medikamenten, die bereits seit 2005 in der EU für die HIV-Behandlung zugelassen sind (Emtricitabin und Tenofovir disoproxil). Nun hätten zwei Studien bei der Nutzung der Prophylaxe ein deutlich geringeres Risiko einer HIV-Infektion nachgewiesen, erklärte die EMA. Die Behörde betont jedoch, dass das Medikament Kondome nicht ersetze, da diese auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützten.

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