Stiftung Warentest: Kopfschmerz-Apps im Test | APOTHEKE ADHOC
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Stiftung Warentest: Kopfschmerz-Apps im Test

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Berlin -

Kopfschmerztagebücher haben sich bewährt: Gerade aufgrund der vielen verschiedenen Arten und Ursachen von Kopfschmerz lohnt es sich, beim Arzt nicht nur eine Momentaufnahme schildern zu können. Mittlerweile gibt es auch digitale Varianten. Stiftung Warentest hat im aktuellen Heft mehrere Apps unter die Lupe genommen.

Beurteilungskriterien waren unter anderem die Nutzerfreundlichkeit, Ausführlichkeit des Tagebuchs, Informationen zu Kopfschmerzen, Warnhinweise bei zu häufigem Medikamentengebrauch, Datenschutz und Nutzenbelege der Apps.

Am besten abgeschnitten haben dabei „Kopfschmerzwissen“ und „M-Sense Migräne“. Aber auch diese beiden Apps kamen über die Note befriedigend (2,6) nicht hinaus.

Die App „Kopfschmerzwissen“ punktet durch einfache Bedienung und bietet laut Warentest „vielfältige Informationen zu Kopfschmerzen“. Auch gibt es ein „sehr gut“ in puncto Datenschutz. Abzüge gibt es für fehlende Nutzenbelege. (Kosten: einmalig 35 Euro)

Der zweite Testsieger „M-Sense Migräne“ richtet sich ausschließlich an Migräne-Patient:innen. Positiv bewertet werden hier die vielen Hintergrundinformationen und vor allem der „detaillierte Fragenkatalog fürs Tagebuch“. Genauer hinschauen sollen Patient:innen aber bei den eher unsicheren Vorgaben für die Passwortvergabe. Ein Tipp von Warentest: „Wer sie nutzt, sollte eins mit mindestens acht Zeichen wählen, am besten mit Ziffern und Sonderzeichen.“ (kostenfrei)

Den zweiten Platz belegt die „Migräne-App“ der Schmerzklinik Kiel. „Umfangreiche Infos zu Kopfschmerzen, sowie zu Maßnahmen, die dagegen helfen“, brachten der App eine ebenfalls befriedigende Note (2,8). Bemängelt wurden eine mangelnde Erfassung „genaue[r] Schmerzsymptome und mögliche[r] Auslöser“, diese Angaben fehlen dann in der darauffolgenden Analyse natürlich.

Weitere Apps im Test waren „Headache hurts“, „Migraine Buddy“, „N1-Kopfschmerz“, „Manage my Pain Pro“ und „Kopfschmerztagebuch“. Manche Apps sind kostenlos, andere sind zuweilen kostenpflichtig. Vereinzelt übernehmen die Kassen die Kosten. Falls Ihnen tatsächlich jemand in der Apotheke mit einem Rezept über eine App gegenüberstehen sollte – Patient:innen am besten an die Krankenkasse verweisen, über die Apotheke ist nämlich keine Abrechnung möglich.

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