Stereotype

Welcher Apothekertyp sind Sie?

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Berlin -

Stereotypen sind wichtig, um die eigene Umwelt zu sortieren. Ungerecht wird es, wenn man seine Mitmenschen zu schnell und unumkehrbar in Schubladen steckt und sich die Mühe spart, sie wirklich kennenzulernen. Das gilt auch für den Berufsstand. Es gibt nicht „den Apotheker“. Wer unbedingt seine Vorurteile pflegen möchte, sollte sie wenigstens differenzieren. Hier sind 50 Apothekertypen.

Der Alternative*

Mr. Phyto hat fast immer eine Alternative zur Schulmedizin. Bietet im Seminarraum selbst einen Yogakurs und fährt gern selbst mit dem Botenfahrrad aus. Die Kittel sind aus einer ökologisch angebauten Hanffaser. Natürlich hat er alle Globuli vorrätig – Hahnemann ist sein zweiter Vorname.

*Gemeint sind natürlich jeweils 1:1 auch die Damen der Schöpfung.

Der Ängstliche
Es gab zwar noch keinen Überfall, aber wenn dann mal doch… Die fünf Videokameras in der Offizin sind scharf geschaltet, jeder Arbeitsplatz hat einen Alarmknopf. Statt Kommissionierer hat er einen Panikraum im Keller. Denkt darüber nach, dass die Jungs vom Wachschutz, die nachts das Rollgitter bewachen, tagsüber Eingangskontrollen vornehmen könnten.

Der Arzthasser
Das Gekrakel auf den ewig fehlerhaften Rezepten kann er nicht mehr sehen. Besonders nervt ihn diese herablassende Art, wenn auf Wechselwirkungen hingewiesen wird. Und dann jammert der Doc noch ständig, wie schlecht es den Ärzten geht. Aber schön mittwochnachmittags die Praxis zusperren…

Der Arztliebling
Falsch ausgestellte Rezepte bringt er persönlich in die Praxis und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. Die Praxis bekommt auch vorfrankierte Umschläge für die Folgerezepte in der Heimversorgung. Bei Verordnungen reicht ein grober Hinweis, was der Patient bekommen soll. Den Rest ergänzt der Apotheker, notfalls schluckt er die Retaxation.

Der Botaniker
Sein Herbarium nannten die Biologie-Profs im Studium liebevoll „Ganz großer Schmeil/Fitschen“. Jeder Waldspaziergang mit ihm wird für die Familie zur Qual, denn er kennt nicht nur den Namen jeder Pflanze, sondern auch ihren Familienstammbaum und ihre Hobbys. Fertigarzneimittel erklärt er Kunden gern anhand ihrer botanischen Entstehungsgeschichte.

Der Chemiker
Er kennt nicht den Handelsnamen zu jedem Wirkstoff, aber dafür jede Strukturformel. Wollte seinen Sohn Erlenmeyer nennen.

Der Choleriker
Die Kollegen wissen genau, wann sie den Chef nach hinten schicken müssen, bevor er den nervigen Kunden anschreit. Mancher Außendienstler kommt gar nicht mehr. Und manchmal hilft auch im Team nur: Augen nach unten und schnell das Weite suchen. Bedeutende Teile des Rohgewinns müssen regelmäßig in die Anschaffung neuer Glasgefäße in der Rezeptur investiert werden.

Der Clan-Apotheker
Bekam schon zum dritten Staatsexamen eine Apotheke geschenkt – und zwar eine von Mama und eine von Papa. Zusammen mit Geschwistern, Eltern, Großeltern, Tanten und Cousins gehören gut 30 der 42 Apotheken am Ort zur Familie. Arbeiten am Fremdbesitzverbot: Kein Fremder soll eine Apotheke besitzen.

Der Dekorateur
Man hat nie eine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Und der ist bei einer Apotheke nun einmal das Schaufenster. Zwei Stunden an Wochentagen und meist das ganze Wochenende verbringt der Dekorateur im „Aquarium“. Seit die Apotheke eine eigene Homepage hat, haben sich die Symptome eher verschlimmert.

Der Delegierte
War schon im Studium im BPhD-Vorstand. Der DAT ist für ihn schöner als Ostern, Weihnachten. Sagt auch am Frühstückstisch Sätze wie: „In den Ausschuss verwiesen.“

Der Lochkartenliebhaber
Früher war nicht alles besser, aber manches, was früher gut war, darf auch heute noch funktionieren. Und spätestens beim nächsten Stromausfall schlägt haptisch wieder digital. Steckt und locht, bis es verboten wird.

Der Discounter
Die Deutschen sind eben Schnäppchenjäger (vgl., Schnäppchenjäger, der). Was nützt die beste edelpharmazeutische Beratung, wenn kein Kunde kommt? Bis jetzt hat die Preisgarantie noch jeden „versandaffinen“ Kunden in die Offizin zurückgeholt. 20 Prozent auf alles! Außer Tierarzneimittel.

Der Edelpharmazeut
Direkt nach der Uni hat jeder angefangen wie er – die reine pharmazeutische Lehre. Er erklärt aber bis heute jedem Kunden geduldig die unvermutetste Wechselwirkung und findet eine therapeutische Alternative. Öfter als zwingend notwendig rät er von der Einnahme des gewünschten Arzneimittels ab. Medikationscheck im Gesetz?! Pfffff…

Der Ehemann
Seine Frau hat Pharmazie studiert und da der gelernte BWLer gerade nichts Anderes fand, übernahm er die „kaufmännische Leitung“ der Apotheke. Der Schrecken jedes Großhandelsvertreters. Harmoniert geschäftlich gut mit „Der Edelpharmazeutin“, Beziehungsprobleme sind jedoch wahrscheinlich.

Der Eroberer
Hatte am 1. Januar 2004 drei Filialen. Hätte gerne auch mehr. Wenn ein Kollege in der Nachbarschaft wirtschaftlich einknickt oder keinen Nachfolger findet, bekommt er feuchte Hände. Fiebert dem Moment entgegen, wenn der Sohnemann endlich das 3. StEx hat (vgl. Clan-Apotheker, der).

Der Facebook-Freak
Kunden holt man heute online ab, in den sozialen Medien. Pflegt sein Facebook-Profil mehr als sein Schaufenster. Hat mehr Likes als Cristiano Ronaldo – arbeitet zumindest daran. Und auch wenn die Kollegen die Nase rümpfen: Freundschaftsanfragen sind die Kunden von morgen. Hobbys: Twitter, Google+, Instagram, Pinterest, Xing, LinkedIn und Youtube.

Der Flyerdrucker
„Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ Hat Henry Ford gesagt und der muss es wissen. Also wird nicht nur der Monatsflyer verteilt, sondern täglich zielgruppenspezifische Postwurfsendungen ausgetragen. Inklusive Druck, Gestaltung und Verteilung liegt der Posten zwischen den Kosten für Personal und Miete.

Der Fortbilder
Hat im Januar schon alle Fortbildungspunkte zusammen, sammelt aber weiter Punkte. Der Familienurlaub wird so geplant, dass spannende Veranstaltungen in anderen Kammerbezirken besucht werden können. Man lernt nie aus.

Der Gierige
Den Heilberufler in seinem Herzen hat er zum Schweigen gebracht – besonders laut war der sowieso nie. Aber wenn die Kassen das Rx-Arzneimittel aussuchen und Stiftung Warentest das OTC-Produkt, kann man sich doch reinen Gewissens zu seiner Krämerseele bekennen. Und Geschäfte machen heißt ja nicht automatisch, die Patienten schlecht zu versorgen.

Der Giftmischer
Hat noch niemanden umgebracht, wüsste aber wie. Ließ sich schon während des Studiums einen orangenen Totenkopf in den Nacken tätowieren. Lieblingsfilm: Die Apothekerin.

Der Graumarkthändler
Viele Apotheker wundern sich, warum immer wieder apothekenexklusive Ware im Massmarket auftaucht – er nicht. Er verkauft sie. Und warum auch nicht? Es ist ja nicht illegal. Und wenn er die Marge nicht mitnimmt, macht es eh ein anderer.

Der Harmoniemensch
Kann Streit mit Kunden nicht ausstehen und erfüllt ihnen jeden Wunsch. Hat viele treue Stammkunden, aber keinen überdurchschnittlichen Rohgewinn. Kann Streit mit Mitarbeitern nicht vertragen und erfüllt ihnen jeden Wunsch. Hat viele zufriedene Mitarbeiter, aber selbst überdurchschnittliche Arbeitszeiten.

Der Hobbyapotheker
Spielt zweimal in der Woche Tennis mit den Kollegen, am Wochenende Golf. Bei gutem Wetter lockt eine Ausfahrt mit dem Motorrad. Ist Vorstandsmitglied im örtlichen Verein für Modellflug und begeisterter VHS-Schüler. Hobbys: Apothekenleitung.

Der Jungapotheker
Mit Ende 20 schon der eigene Chef. War so scharf auf die Selbstständigkeit, dass er einen stattlichen Kredit aufgenommen hat, um die kleine Apotheke zu übernehmen. Hat es bislang nicht bereut: Gerade die älteren Kundinnen lieben ihn, das Team trägt ihn und die Banken betrügen bei den Krediten nicht mehr so schlimm wie früher.

Der Kongressbesucher
Zwei Fixpunkte gibt es für ihn im Jahr: Meran und Schladming (vormals Davos). Pharmacon ist Pflicht. Dazu kommen natürlich Expopharm/DAT und ungezählte lokale Messen und Kongresse. Gibt immer was zu gucken, immer was zu lernen. Devise: Tal-Ski belasten.

Der Kümmerer
Nutzt mehrmals täglich das Beratungszimmer, macht mehrmals wöchentlich Hausbesuche. Der Patient wird betreut, bis er kein Patient mehr ist. Und auch die Mitarbeiter: Ob einer heiratet, umzieht oder einen Kindergartenplatz sucht – der Chef kümmert sich.

Der Landapotheker
Hat im Studium in der Großstadt gelitten und war froh, als er endlich zurück aufs Land konnte. Er mag es, seine Kunden zu kennen und im Dorf eine gewisse Persönlichkeit zu sein. Er genießt die Ruhe und die frische Luft. Ein Berlinbesuch pro Jahr für ein verlängertes Wochenende

Der Nervöse
Er rechnet fest damit, irgendwann von einem Kunden wegen eines „Behandlungsfehlers“ verklagt zu werden. Oder dass gegenüber eine neue Apotheke aufmacht, wenn der Bäcker schließt. Oder dass er fünfstellig retaxiert wird. Oder dass alle Mitarbeiter auf einmal kündigen. Oder dass der HV-Tisch explodiert.

Der Pfennigfuchser
Wechselt halbjährlich den Großhändler, um 0,1 Prozent mehr Kondition zu bekommen. Pflegt mit etwa 120 Herstellern Beziehungen im Direktgeschäft. Das Schaufenster hat eine Ganzjahresdeko und die Einrichtung hält auch noch ein bisschen. Ist mit seiner Apotheke nach Sachsen umgezogen, damit er die Mitarbeiter unter Tarif bezahlen kann. Im Winter dürfen die Kunden nur in Gruppen ein- und austreten, damit nicht zu viel Heizluft verschwendet wird.

Der Pleitemacher
Seine erste Insolvenz war ihm so richtig peinlich: Lieferanten hängen lassen, Geschäftspartner prellen – sehr unangenehm. Doch seit man den Bankrott Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung nennen kann, hat er fast seinen Gefallen daran gefunden. Notfalls besucht man mal wieder für einige Zeit die Verwandten in London.

Der Politiker
Er hat zwar ein Parteibuch, sagt aber nicht, welches. Das wäre auch hinderlich, pflegt er doch mit allen Lokalpolitikern eine rege Korrespondenz. Die meisten waren schon zum Praktikum in der Apotheke, eine Kreistagsabgeordnete sogar für ein halbes Jahr. Und wenn die Politik nicht bald etwas für die Apotheken macht, wird er selbst kandidieren – als Bundeskanzler.

Der Pragmatiker
„Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden.“ (Alexander Solschenizyn) Und er findet sie immer – egal ob der Kommissionierer ausfällt oder die Telefonanlage oder das halbe Team mit Grippe.

Der PTA-Schwarm
Seit er die Apotheke seines Vaters übernommen hat, hat sich das Team verändert. Viele Kolleginnen kommen jetzt früher und – was schon gefährlich wurde – bleiben länger. Er sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern ist auch schrecklich nett. Und wenn er schlau ist, sagt er den „Mädels“ in der Apotheke nie, dass sie bei ihm nicht landen können.

Der Rachsüchtige
Er merkt sich immer, wenn ein Kunde oder Außendienstler frech war. Dafür pflegt er kleine Listen in seiner geheimen Schreibtischschublade. Auch für die Mitarbeiter gibt es eine. Rache wird am besten kalt serviert. Will demnächst eine Fortbildung zum Vodoo-Meister machen.

Der Rentner
Rente mit 67 war für ihn kein Aufreger, das kam sowieso nie in Frage. Auch mit heute 78 Jahren denkt er noch nicht ans Aufhören. Die Arbeit in der Apotheke macht einfach zu viel Spaß, außerdem will er die Kunden nicht im Stich lassen. Erst muss ein Nachfolger gefunden werden, ansonsten… solange man sich fit fühlt...

Der Salbenrührer
Die geplante Honorarerhöhung für Rezepturen ist ihm vollkommen egal. Er macht Rezeptur aus Leidenschaft: Ausreiben, einwiegen, abfüllen – das ist seine Welt. Würde alle Fertigarzneimittel nachbauen, wenn er die Zeit dazu hätte. Im Keller läuft ein viel versprechender Biosimilar-Ansatz.

Der Sklaventreiber
40 Wochenstunden plus Überstunden bei Bedarf stehen sowieso in jedem Arbeitsvertrag. Aber die Personaldecke ist so dünn, dass fast alle Doppelschichten schieben. Urlaubsverzicht gehört zum guten Ton in seiner Apotheke. Immerhin: Bei der Weihnachtsfeier lässt er es mit dem Team ordentlich krachen!

Der Sonnenschein
Kein Wölkchen des Trübsals verdunkelt seinen sonnenhellen Geist. Er ist wie ein Mobiltelefon aus Uran: Er strahlt. Er ist der Florian Silbereisen der Pharmazie.

Der Moralapostel
Es heißt nicht HV-Tisch, es heißt HV-Kanzel. Hält Kunden gerne mal eine Moralpredigt. Hat weder Kondome in der Freiwahl noch die Kontrazeptiva im Generalalphabet. Läuft zur Hochform auf, seitdem die „Pille Danach“ rezeptfrei geworden ist.

Der Strohmann
Musste mehr als einen Antrag auf Betriebserlaubnis unterschreiben, als er die Apotheke übernahm. Wobei „übernahm“ eine Beschönigung ist. Denn die dunklen Herren im Hintergrund haben immer ein Auge auf ihn. Doch dieser Typus war schon einmal verbreiteter.

Der Tante-Emma-Apotheker
Hätte auch das Reformhaus seiner Großeltern übernehmen können, entschied sich nach dem Studium aber doch für eine eigene Apotheke. Nur, dass die nicht immer nach Apotheke aussieht. Hatte schon öfter Ärger mit der Aufsicht – wegen „apothekenübliches Sortiment“.

Der Techniknarr
Könnte mit seiner Erfahrung schon selbst einen Kommissionierer bauen und hat immer die neueste Generation. Wechselt mindestens einmal halbjährlich die Hardware am HV-Tisch. Hat eine digitale Sichtwahl und ein digitales Schaufenster und demnächst auch einen digitalen Fußboden. Bestellterminals in der Offizin gehören heute dazu.

Der Überkorrekte
Richtet den Kittelkragen der Mitarbeiter, zählt bei den Tageseinnahmen nach Münzenart. Öffnungszeiten 08:00:00 bis 18:30:00 Uhr

Der Vergessliche
Dass er ohne Kittel oder ohne Brille in die Apotheke kommt, darüber wundern sich die PTA schon gar nicht mehr. Aber die Namen der Stammkunden – und vor allem die der Mitarbeiter – könnte er allmählich drauf haben. Ist aber vielleicht egal: Die Apotheke muss demnächst schließen, weil er vergessen hat, den Mietvertrag zu verlängern.

Der Wandervogel
Eine eigene Apotheke? Himmel hilf! Der Wandervogel zieht von Offizin zu Offizin, vertritt den Inhaber allerhöchstens ein paar Wochen und geht dann wieder seiner Wege. Kennt jedes Betriebssystem und jede Berufsordnung. Die Familie schläft meist im Wohnmobil.

Der Wissbegierige
Die Kunden müssen oft etwas länger warten, weil er auch die letzte Wechselwirkung ausrecherchiert. Fortbildungen mag er nicht so gerne, das geht ihm alles zu langsam. Dafür sitzt er oft bis nach Mitternacht am Schreibtisch und wälzt Fachliteratur.

Der Zögerer
„Man müsste“ sind die Worte, die man am häufigsten vom ihm hört. Man müsste eine Filiale in der Innenstadt eröffnen. Man müsste das Heim wegen eines Versorgungsvertrags ansprechen. Man müsste einen vierten Kassenarbeitsplatz installieren. Aber was, wenn das schief geht? Lieber noch abwarten.

Der Resignierte
Er verhandelt nicht mehr mit seinem Großhändler – die holen sich die Rabatte doch sowieso über ihre Gebühren wieder rein. Und Retaxationen der Kassen widerspricht er schon lange nicht mehr, bringt doch eh nichts. Und Politiker in die Offizin einladen, um für die Sache der Apotheken zu werben? Wozu? Noch zwölf Jahre bis zur Rente.

Everybodys Darling
Man kann ihm einfach nicht böse sein. Kommt er in den Raum, bekommen alle bessere Laune. Die Ärzte sind Fans, die Kunden treustmöglich. Einzige Gefahr: „Everybody's Darling is everybody's Depp.“

Der Chuck Norris
Kann alles. Hat alles. Weiß alles.

Archivbeitrag vom 25.08.2016

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