Infektionskrankheiten

Pertussis-Imfpung für Schwangere

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Berlin -

Nach dem Tod von neun Säuglingen sollen schwangere Frauen in Großbritannien ab sofort eine Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) erhalten. Das teilte die britische Gesundheitsbehörde „Health Protection Agency“ (HPA) mit. Alle neun Babys, die in diesem Jahr an der Infektionskrankheit gestorben sind, waren jünger als drei Monate.

 

Seit Ende des vergangenen Jahres waren vermehrt Fälle von Keuchhusten auf der Insel aufgetreten. Zwischen Januar und August wiesen die Behörden in 4791 Fällen in England und Wales eine Infektion nach – das ist viermal so viel wie im gesamten Jahr 2011 (1118 Fälle). Insgesamt handelt es sich um den größten Ausbruch der Krankheit in den vergangenen 20 Jahren.

Um vorzubeugen sollen Schwangere zwischen der 28. und 38. Woche geimpft werden. Durch Immunisierung der Mutter werde auch das ungeborene Kind geschützt. Ab einem Alter von zwei Monaten sollen Kinder dann selbst geimpft werden.

Eine Sprecherin der Behörde sagte: „Keuchhusten ist höchst ansteckend und Neugeborene sind besonders anfällig dafür. Es ist notwendig, dass Babys ab ihrem ersten Tag vor einer Infektion geschützt sind.“

In Deutschland wird ein ausreichender Impfschutz gegen Pertussis ebenfalls empfohlen. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen, die mit dem Neugeborenen im engem Kontakt stehen.

 

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