Was in Drogen drinsteckt

Kaum noch Heroin im Heroin dpa, 28.03.2018 09:59 Uhr

Frankfurt/Main - In einer Seitenstraße des Frankfurter Bahnhofsviertels liegt der größte „Konsumraum“ der Stadt. 250 Mal pro Tag kommen Suchtkranke hierher, um Drogen zu nehmen. Heute, wo die Einrichtung geschlossen ist, sieht es auf den ersten Blick aus wie im Krankenhaus: im Parterre ein Empfangstresen, Monitore, Sitzecke, Kaffeeküche. Im Obergeschoss ändert sich der Eindruck dramatisch.

Alle Wände sind aus Glas, auch die Toiletten. Eine Treppe führt nur hinauf, eine nur hinunter – um Drogenhandel zu verhindern. Hier vier Plätze mit Aschenbecher für Crack-Raucher, dort zwölf Plätze für Heroin-Abhängige. Spritzen und Löffel liegen bereit, Teelichter zum Aufkochen und ein Spiegel über jedem Platz. „Das ist für die, die sich direkt in die Halsschlagader spritzen“, sagt Ronald Schneider, der die 2016 renovierte Einrichtung seit 2006 leitet.

Ihn kann nichts mehr schocken. Acht Mitarbeiter sind während der zwölfstündigen Öffnungszeiten (11 bis 23 Uhr) vor Ort. Sie registrieren, wer reinkommt und was konsumiert wird, beruhigen die auf Entzug schwer kontrollierbaren Klienten, weisen ihnen einen Platz im Konsumraum zu. „Das funktioniert wie am Flughafen“, sagt Schneider. Ärzte beantworten gesundheitliche Fragen, Sozialarbeiter suchen das Gespräch, vielleicht für einen Ausstieg.

Vier solche Einrichtungen gibt es in Frankfurt, zusammen zählen sie 180.000 „Konsumvorgänge“ pro Jahr. Allein: Was genau da geraucht oder gespritzt wird, weiß keiner, weder die Drogenabhängigen noch offizielle Stellen. „Wir wissen sehr wenig darüber, was beim Konsumenten ankommt“, sagt Professor Dr. Volker Auwärter, forensischer Toxikologe am Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg.

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