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Krankenkassen: Neuer Mitgliederrekord dpa, 13.07.2017 18:09 Uhr

Berlin - Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen bleiben im kommenden Jahr voraussichtlich von steigenden Beiträgen verschont. „Wir erwarten nicht, dass der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2018 erhöht wird“, sagte die Chefin des Krankenkassen-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer.

Der Zusatzbeitrag beträgt derzeit im Schnitt 1,1 Prozent vom Einkommen. Alleine die Kassenmitglieder haben ihn zu bezahlen. Er kommt zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent hinzu. Bei diesem beträgt der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil jeweils 7,3 Prozent.

Pfeiffer sagte: „Das schließt nicht aus, dass einzelne Kassen ihren Beitragssatz anpassen.“ Derzeit müssen 30 Prozent der Kassenmitglieder mehr als 1,1 Prozent Zusatzbeitrag bezahlen, beim Rest liegt der Aufschlag genau im Durchschnitt oder darunter.

Die stabilen Beiträge sind unter anderem auf die gute Konjunktur zurückzuführen, auf die Rekordbeschäftigung und auf eine Sonderzuweisung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Geldpolster des Gesundheitsfonds an die Kassen. Aber auch die Zuwanderer spielen eine Rolle. Wegen hunderttausender neuer Versicherter verzeichnen die Kassen einen neuen Mitgliederrekord und eine Trendwende gegen das Älterwerden der Versicherten.

Allein im vergangenen Jahr seien 798.000 Menschen neu bei den Krankenkassen versichert worden, so Pfeiffer. Es handele sich um Arbeitsmigranten aus der Europäischen Union, anerkannte Flüchtlinge sowie ehemalige Privatversicherte.
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