Burgstädt: Glühwein unter Palmen

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Berlin - Wenn am Ende des Hochsommers die ersten Lebkuchen in den Supermärkten die Weihnachtszeit einläuten sollen, sorgt das bei vielen Menschen für Kopfschütteln. Einen Schritt weiter geht Apotheker Jürgen Hoffmann im sächsischen Burgstädt. Der Inhaber der Schwanen-Apotheke öffnet bereits an diesem Wochenende den frühesten Weihnachtsmarkt des Landes.

Die Tradition ist in der Region nicht neu. Bereits in den vergangenen zehn Jahren wurde im benachbarten Lunzenau im September auf die Weihnachtszeit eingestimmt, da noch unter der Leitung des Wirtes Matthias Lehmann. Dieser gab die Organisation des Weihnachtsmarktes nun altersbedingt auf. Hoffmann, der auf dem Lunzenauer Markt Glühwein und gebrannte Mandeln verkaufte, nahm sich der Sache an.

„Einen Versuch ist es wert“, so der Apotheker, der entsprechende Erfahrungen als Ausrichter des örtlichen Weinfestes sammelte. So langsam steige auch die Weihnachtsstimmung bei ihm: „Seit drei Wochen kommen mir jeden Tag Ideen, was wir auf dem Weihnachtsmarkt umsetzen können.“ Den Gästen verspricht Hoffmann das volle Programm: traditionelle Handwerkskunst, leckerer Stollen und Schnellball-Zielwerfen – letzteres allerdings mit Styroporkugeln.

Weniger weihnachtlich wirken der verdorrte Tannenbaum und die Palmen, die den Innenhof der Apotheke am Burgstädter Markt zieren. Sie sollen das Motto „Weihnachten im Zeichen des Klimawandels“ verdeutlichen. Hoffmann selbst tritt als „Greta Thunberg von Burgstädt“ auf und ruft einen „Saturday for Future“ aus. „Wir wollen auf dem Weihnachtsmarkt auch das Bewusstsein für den Umweltschutz schärfen. Daher wird es beispielsweise keine Plastiktüten geben“, so Hoffmann.

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