„Unser Feind sitzt nicht im Nachbardorf“

Botendienstaktion: Apothekenkarawane auf Instagram

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Berlin -

Schnee, Frost, Glätte: Mehr denn je waren Kundinnen und Kunden in den vergangenen Tagen auf den Botendienst ihrer Vor-Ort-Apotheken angewiesen. Inhaberin Katja Krane aus der privilegierten Apotheke Barmstedt in Schleswig-Holstein macht diesen Service mit einer interaktiven Instagram-Aktion sichtbar: Sie postet die Botendienstfahrzeuge von teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen als „Apothekenkarawane“ aneinandergereiht im Reel-Format: „Unser Kundenservice und unsere Lösungskompetenz, das ist unser Pfund. Genau das müssen wir über Wort und Bild an die Menschen transportieren“, sagt sie.

Auf Instagram startete die Inhaberin vor wenigen Tagen einen Aufruf: „Es soll weiter extrem schneien und wir Apotheken zeigen, dass wir trotzdem liefern und schneller sind als das Internet.“

Die Idee: Apothekenteams sollten ein Bild ihres Boten mit Fahrzeug schicken. Sie schnitt alle Fotos hintereinander als Reel und postete es unter dem Motto „die Apotheken-Schneekarawane“ auf ihrem Kanal. „Ich starte mit unserem Knuddelauto und hänge alle Kollegen-Autos einfach hinten dran. Wer will Teil der Apotheken-Schneekarawane werden?“, fragte sie in ihrem Aufruf.

Seitdem postet sie jeden Tag ein entsprechendes Reel, in das neue Einsendung integriert werden. So wird die Karawane von Tag zu Tag länger: „Warum nicht mal zusammen sichtbar werden? Genau darum geht’s hier“, kommentiert Krane dazu auf Instagram.

Mehrwert der Vor-Ort-Apotheken sichtbar machen

Die Überzeugung der Apothekerin: „Menschen lieben Menschen. Unser Kundenservice und unsere Lösungskompetenz, das ist unser Pfund. Genau das müssen wir über Wort und Bild an die Menschen transportieren.“

Wichtig sei, den Mehrwert, den die Apotheken vor Ort gegenüber Versendern bieten, auch tatsächlich zu zeigen. „Und zwar auf eine innovative, lockere Art, ohne Stirnfalten und Perfektionismus.“ Krane plädiert dafür, Ideen wie die Schneekarawane „einfach mal auszuprobieren, zu adaptieren und weiterzudenken“.

Kein Konkurrenzdenken

Besonders habe sie sich darüber gefreut, dass auch Kolleginnen und Kollegen aus der unmittelbaren Umgebung an ihrer Aktion teilnahmen. Ein Konkurrenzdenken sei untereinander gar nicht erst aufgekommen. „Wir müssen uns gar nicht miteinander anlegen. Wir bieten alle tolle Leistungen an und können so alle an einem Strang ziehen. Unser größter Feind sitzt an der niederländischen Grenze und nicht acht Kilometer entfernt im Nachbardorf.“

Für ihre Aktion hat die Apothekerin viel positives Feedback bekommen: „Es war eine Schnapsidee ohne Schnaps. Dass sich so viele Kollegen bei mir melden und ihre Fotos einreichen, damit habe ich gar nicht gerechnet.“

Weitere Projekte denkbar

Zukünftig könne sich Krane weitere ähnliche Projekte vorstellen: Auf diese Weise könnte Aufmerksamkeit auf Präventionsthemen, Aktionstage, das Thema Impfen in der Apotheke und personalisierte Ansätze gelenkt werden. Auch Aktionen zum PKA-Beruf und pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) hält sie für denkbar. Das sei aber nicht alles: „Es braucht Innovation. Mit der Zeit gehen. Etwas Mut. Offline und online.“

Dass ihr das ein Anliegen ist, versteht sich fast von selbst, denn sie ist nicht nur Apothekerin, sondern auch PKA, PTA und seit elf Jahren selbstständig.

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